Neues konnten Fünftklässler beim Erlebnissportabend mit interessanten Stationen in der Halle Adlerstraße ausprobieren.

Neues konnten Fünftklässler beim Erlebnissportabend mit interessanten Stationen in der Halle Adlerstraße ausprobieren.
Gleichgewichtsgefühl war beim Fechten mit Schwimmnudeln auf dem Schwebebalken gefragt. Viele solcher Herausforderungen konnten die Schüler beim Erlebnissportabend in der Sporthalle des Gymnasiums bestehen.

Gleichgewichtsgefühl war beim Fechten mit Schwimmnudeln auf dem Schwebebalken gefragt. Viele solcher Herausforderungen konnten die Schüler beim Erlebnissportabend in der Sporthalle des Gymnasiums bestehen.

Staschik

Gleichgewichtsgefühl war beim Fechten mit Schwimmnudeln auf dem Schwebebalken gefragt. Viele solcher Herausforderungen konnten die Schüler beim Erlebnissportabend in der Sporthalle des Gymnasiums bestehen.

Haan. Max, der Junge im Schalke-Trikot ist ein sportlicher Typ, klein, flink, beweglich, einer, der ganz sicher super dribbeln kann und Kletterwände mühelos bezwingt. Jetzt aber steht Max auf zwei übereinander gestapelten Sprungkästen und wirkt ein wenig überfordert, mit dem, was er an der Station „Fallschirm“ nun tun soll: Er soll sich mit geschlossenen Augen fallen lassen – in die Arme von acht Mitschülern, die ihn ganz sicher auffangen werden. Max ist emsig, aber nach mehreren erfolglosen Versuchen sich zu überwinden, findet der Zehnjährige schließlich den für ihn passenden Weg: er kniet sich, der „Fall ins Nichts“ fällt ihm so viel einfacher.

„Das war richtig schwer“, erklärt der Schalkefan, „das sieht so simpel aus, aber war für mich ja kaum machbar“. Bei der Übung „Fallschirm“ geht es um Vertrauen, um Kontrollabgabe, um Loslassen, eine Aufgabe, mit der die Schüler im normalen Sportunterricht niemals konfrontiert werden. „Genau deshalb bieten wir einmal im Jahr diese Sportveranstaltung für die Fünftklässler an. Sie sollen hier Neues ausprobieren, Wagnis und Mut zeigen, ohne dabei bewertet zu werden. Sie stehen unter keinem Erfolgsdruck und können selbst entscheiden, welche Übungen sie machen möchten und welche nicht“, erklärt Sportlehrerin Petra Wucherpfennig. „Und an manchen Stationen müssen sie nach einer für sie passenden Lösung suchen, um ein Hindernis zu überwinden.“

Die einzelnen Stationen sind ein ziemlich großes Abenteuer

Eine davon ist die Station „Gefängnisausbruch“: eine schwere und große Weichbodenmatte, die normalerweise nach einem Sprung die Sportler auffängt, steht senkrecht. Sie zu überwinden ist eine große Herausforderung. Ben ist optimistisch. „Ich nehm einfach Anlauf und spring dann mit Schwung rüber“, plant der Elfjährige, aber: es klappt nicht – auch nicht in drei Versuchen. Moni ist 18 Jahre und hat gemeinsam mit den anderen Mädchen und den zwei Sportlehrern den Parcours entworfen und aufgebaut, jetzt betreut sie Ben und seine sieben Gruppenmitglieder an den einzelnen Stationen. „Das macht total Spaß mit den Kleinen, die sind so fröhlich und so unbeschwert“, erzählt die Oberstufenschülerin ganz begeistert, „ich kann mich noch an unseren Sportabend erinnern, als wir hier neu auf der Schule waren; „das hat total Spaß gemacht“.

Mittlerweile hat Ben „die“ Idee – Räuberleiter. Zwei Mitschüler helfen ihm, problemlos meistert er den „Gefängnisausbruch“. Ben strahlt. „Das ist cool hier, richtig klasse“ und Alex kann ihm nur zustimmen. „Voll krasse Stationen sind das“. Wie Tarzan an der Liane schaukeln, auf einem Schwebebalken die Balance halten und dabei mit Schwimmnudeln fechten, auf Rollbrettern liegend einen Slalom fahren – all das können die 54 erschienenen Schüler in den rund zweieinhalb Stunden ausprobieren. Auch Adam ist der Einladung gefolgt, als Rollstuhlfahrer ist er allerdings eher Zuschauer. Aber da, wo es geht, wird der Schüler mit eingebunden. Ein Mädchen, an zwei Turnringen hängend, klemmt sich einen Ball zwischen die Füße, Adam fängt ihn auf und strahlt. „Natürlich hätten wir gerne mehr Möglichkeiten für ihn“, sagt Petra Wucherpfennig, „aber bei sportlichen Veranstaltungen geht es eben um Mobilität und Beweglichkeit. Aber es scheint so, als würde ihm unsere Veranstaltung auch so ziemlich viel Spaß machen.“

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