Hilden. Rund eine Million Euro fließen in Instandhaltung und Modernisierung im Stadtgebiet. Das Unternehmen LEG teilt mit, dass es „im Schnitt rund 30 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche ausgibt, um seine Bestände Instand zu halten beziehungsweise zu modernisieren.“ Das sei das höchste Investment seit 20 Jahren. Davon entfallen 330 000 Euro auf Instandsetzungsmaßnahmen, wie beispielsweise die Sanierung der Vordächer – Kosten, die komplett von der LEG selbst getragen werden. Die 1959 erbauten Gebäude in der Humboldtstraße 46 und 48 sowie in der Schützenstraße 60 und 62 (Baujahr 1924) modernisiert die LEG weitreichend unter energetischen Gesichtspunkten.

Die Arbeiten reichen von Dämmmaßnahmen und Balkonarbeiten über den Anbau von Vordächern oder die Erneuerung der Briefkästen bis hin zu neuen Müllstandplätzen.

Anne-Marie Fuhrer, LEG-Niederlassungsleiterin Düsseldorf, betont: „Wir wollen unsere treuen Mieter halten und modernisieren daher mit Augenmaß. Von den gesetzlich möglichen 11 Prozent der Modernisierungskosten legen wir bei der aktuellen Maßnahme nur etwa 7,5 Prozent pro Jahr auf unsere Mieter um.“

Einige Mieter genau dieser Wohnungen beklagten dagegen Ende Juli, der Konzern habe nötige Reparaturen als Modernisierung deklariert, um die Mieten zum Teil deftig erhöhen zu können. Die Betroffenen haben den Mieterverein eingeschaltet. Für Verunsicherung sorgt, dass Vorstandschef Hegel zu Anfang dieses Jahres betont hatte, auf „organisches Wachstum“ zu setzen, indem wir unsere Wohnungen modernisieren“. Im Zuge dessen würden auch die Mietpreise weiter angehoben.

Das aktuelle Statement der Unternehmenssprecherin klingt da anders: „Modernisierungen dienen generell dazu, den Mietern in ihren Wohnungen einen zeitgemäßen Standard zu bieten.“ ilpl/peco

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