Volkshochschule und Vereine müssen Albert-Schweitzer-Schulgebäude räumen. Der Abriss naht.

Aljica Fuchs hält bisher den Deutsch-Unterricht in der ehemaligen Schweitzer-Hauptschule ab.
Aljica Fuchs hält bisher den Deutsch-Unterricht in der ehemaligen Schweitzer-Hauptschule ab.

Aljica Fuchs hält bisher den Deutsch-Unterricht in der ehemaligen Schweitzer-Hauptschule ab.

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Aljica Fuchs hält bisher den Deutsch-Unterricht in der ehemaligen Schweitzer-Hauptschule ab.

Das Gelände der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule (Am Wiedenhof 1-5) soll in absehbarer Zeit bebaut, das alte Schulgebäude abgerissen werden. Die Volkshochschule nutzt dort zehn Klassenräume sowie weitere Fachräume (Werkstatt, EDV und Lehrküche). Politik und Verwaltung haben sich zusammengesetzt und nach einer Lösung für das Raumproblem gesucht.

Ergebnis: Ab August bis mindestens Mitte 2016 kann die Volkshochschule acht Klassenräume in der Theodor-Heuss-Schule nutzen, wird Bürgermeisterin Birgit Alkenings in der morgen tagenden Zweckverbandsversammlung (ab 17 Uhr im Bürgerhaus Hilden, Mittelstraße 40) berichten.

Letzte Hauptschule Hildens ist bald Geschichte

Dann wird auch die letzte Hauptschule Hildens geschlossen. Ein Teil des Gebäudes soll in eine Mega-Kita umgebaut werden. Möglicherweise kann die Volkshochschule noch ein weiteres Schuljahr bis Mitte 2017 im Schulgebäude an der Furtwänglerstraße 2 bleiben.

Darüber soll aber erst später entschieden werden. „Für uns ist das eine provisorische, aber akzeptable Lösung“, sagt VHS-Leiter Niklas Rahn. Diese Ersatzlösung trägt ein bis zwei Jahre. Wo die Lehrgänge ab Mitte 2017 untergebracht werden, ist heute noch offen.

Die Volkshochschule hat im Weiterbildungszentrum „Altes Helmholtz“ an der Gerresheimer Straße 20 (gemeinsam mit der Musikschule) ihren Sitz. Dort gibt es aber nur zwei größere Räume, die sich für Lehrgänge eignen.

In der ehemaligen Schweitzer-Schule bietet die VHS aktuell Deutsch-Integrationskurse für Zuwanderer und Flüchtlinge mit jährlich 3000 Unterrichtsstunden an, die das zuständige Bundesamt fördert. Rund 80 Frauen und Männer holen dort mit Hilfe der Volkshochschule Schulabschlüsse nach, finanziert vom Land oder dem Europäischen Sozialfonds. Daneben hilft die Volkshochschule jungen Erwachsenen bei der beruflichen Orientierung im Auftrag des Jobcenters ME Aktiv. Die Kochkurse sind ein Renner im VHS-Programm. Sie finden in der Lehrküche statt. In der Heuss-Hauptschule kann die VHS ab August acht Klassenräume nutzen.

„Das ist eine ganze Menge Platz, deckt aber gerade so unseren Bedarf“, bedankt sich Rahn bei der Hauptschule für deren Entgegenkommen. Politik und Verwaltung sind sich einig, dass die Integrationskurse und die Lehrgänge zum Erwerb von Schulabschlüssen nicht aufgegeben werden sollen.

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