Bei der Proklamation in der Stadthalle ernteten Ulf I. und Sandra I. viel Lob von den Jecken.

Bei der Proklamation in der Stadthalle ernteten Ulf I. und Sandra I. viel Lob von den Jecken.
Die Proklamation von Ulf I. und Sandra I. als neue Tollitäten war der erste Höhepunkt der närrischen Session in Hilden.

Die Proklamation von Ulf I. und Sandra I. als neue Tollitäten war der erste Höhepunkt der närrischen Session in Hilden.

Stephan Köhlen

Die Proklamation von Ulf I. und Sandra I. als neue Tollitäten war der erste Höhepunkt der närrischen Session in Hilden.

Hilden Darauf haben die Hildener Jecken lange gewartet: Gegen 20.30 Uhr zog am Samstagabend das neue Prinzenpaar – von Musikcorps und Prinzengarde begleitet – in den Saal der Stadthalle ein. Die Gäste standen mit ihren närrischen Kappen und zum Teil kostümiert Spalier, um Prinz Hildanus Ulf I. und Prinzessin Hildania Sandra I. zu begrüßen. Die Smartphone-Kameras wurden hochgehalten, während das Prinzenpaar Strüßje in die Menge warf – wohl die erste Probe für den Rosenmontagszug. Beim ersten „Itter, Itter, Helau!“ des Prinzenpaares warfen die Karnevalisten freudig ihre Arme in die Luft. Auf Einladung des Carnevals Comitees Hilden (CCH) fanden sich viele Mitglieder aller Hildener Karnevalgesellschaften zusammen, um den Auftakt der fünften Jahreszeit zu feiern.

Sogar der Sessionsorden hat die Form eines Herzens

„Wir Hildener sind alle jeck, wir tragen das Herz am richtigen Fleck“, reimte Bürgermeisterin Birgit Alkenings bei ihrer launigen Präsentation des Prinzenpaares und nannte damit sogleich das diesjährige Motto. Selbst die Orden präsentieren sich dieses Mal in Herzform. Ulf I. könne die Narren führen, und auch die Prinzessin sorge aufgrund ihrer Erfahrung sicherlich für eine Spaß-Garantie in Hilden, betonte Alkenings süffisant, bevor das Prinzenpaar Sven und Petra aus der vorherigen Session die Insignien überreichte. Dass Ulf I. und Sandra I. das Herz am rechten Fleck haben, stellten sie gleich unter Beweis. Denn statt Blumen oder Geschenken riefen sie die Narren dazu auf, Geld für den guten Zweck zu spenden. Auch der Reinerlös aus dem Schalverkauf soll für zwei Hildener Projekte verwendet werden.

Das kam bei den Besuchern gut an. „Ich finde die Prinzessin sehr sympathisch. Sie hat so herzlich und offen gesprochen. Sie ist mit dem Herz dabei. Ihre Rede und das Motto passen authentisch zusammen. Ich denke schon, dass das Prinzenpaar das auch verkörpert“, merkte die Mutter eines CCH-Flohs, der jungen Tanzgarde, an. Petra Beck, seit 2014 beim CCH, war ebenfalls angetan von den neuen Tollitäten: „Sie sind so locker und können gut reden.“ Dass die Prinzessin bereits in Düsseldorf-Unterbrach regierte, sieht sie nicht als Nachteil. „Das finde ich schön. Dann weiß sie, was auf sie zukommt.“

„Das ist der Prinz der Prinzen dieses Jahr“, war sich Besucherin Heike sicher, die ihren Nachnamen nicht verraten wollte. Die gebürtige Kölnerin kam extra mit ihrem Mann Hans aus Hamburg angereist, um den Beginn des Karnevals zum ersten Mal in Hilden zu feiern. Kostümiert in den kölschen Farben Rot und Weiß feierte und sang das Paar mit viel Freude mit. „Das kann durchaus mit Köln mithalten“, stellten sie begeistert fest. Und das Prinzenpaar? „Das ist authentisch und kommt gut rüber. Sie sind wirklich volksnah und man merkt ihnen an, sie sind bei der Sache, wie es sich für das Prinzenpaar gehört.“

Neben der Tanzeinlage der CCH-Flöhe war der Auftritt von Karneval-Urgestein Marita Köllner eines der musikalischen Highlights. Erst nach zwei Zugaben für das begeisterte Publikum durfte die Sängerin die Bühne wieder verlassen. Als besonderes Bonbon hatte der Vater der Prinzessin die Band „Alt Schuss“ engagierte. Sie stimmte die Hildener Jecken auf die Zeit des Frohsinns so richtig ein.

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