Der Verein Private Kindergruppe will sich ab Jahresende ganz auf die Arbeit in den Kindertagesstätten konzentrieren.

Die Private Kindergruppe Haan hört nach elf Jahren als Träger für die Offene Ganztagsschule auf.
Die Private Kindergruppe Haan hört nach elf Jahren als Träger für die Offene Ganztagsschule auf.

Die Private Kindergruppe Haan hört nach elf Jahren als Träger für die Offene Ganztagsschule auf.

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Die Private Kindergruppe Haan hört nach elf Jahren als Träger für die Offene Ganztagsschule auf.

Mittelfristig – wohl zum Jahresende – will der Vorstand des Vereins Private Kindergruppe Haan die Trägerschaft der Offenen Ganztagsschule und des Angebots der Betreuten Schule an der Grundschule Unterhaan aufgeben. „Mit einem ehrenamtlichen Vorstand ist es nicht mehr zu leisten, die seit 2004 erreichte hohe Qualität dauerhaft zu halten.“ Jetzt muss sich die Verwaltung sich nach einem neuen Träger umschauen, der die erfolgreiche Arbeit an der Steinkulle nahtlos fortsetzt.

„Wir sind zu Recht stolz auf das, was wir in den vergangenen Jahren in enger Kooperation mit der Grundschule Unterhaan und dem außerordentlichen Engagement aller Beteiligten erreicht haben“, bilanziert Vorsitzender Markus Knaup.

Engen Verzahnung von Schule und Betreuung

Innerhalb der Haaner Schullandschaft ist die OGS Unterhaan unter anderem Vorreiter bei der Einführung des rhythmisierten Ganztages und der engen Verzahnung von Schule und Betreuung.

Die Grundschule hat nicht nur jeden Jahrgang mit einer Klasse im rhythmisierten Ganztag, sondern musste wegen der großen Nachfrage im Sommer 2014 im ersten Jahrgang sogar eine Mischklasse einrichten, berichtete Susanne Klinkow, Schulleiterin an der Steinkulle. 135 Kinder in fünf Gruppen besuchen die OGS derzeit.

Ab November sollen politische Gremien Trägerfrage beraten

Dagmar Formella, als Dezernenten im Rathaus für die Bereiche Finanzen, Schule, Jugend und Soziales verantwortlich, bedankte sich bei dem Team für das Geleistete und für die frühzeitige Information. Die Kinder stünden im Fokus der jetzt zu treffenden Entscheidungen.

Heute will Formella in einem Gespräch beim Rechnungsprüfungsamt des Kreises klären, wie genau die Trägersuche rechtlich gestaltet werden muss. Die Erste Beigeordnete hofft, bis zum Herbst die Weichen stellen zu können, damit ab November in den politischen Gremien über die Trägerfrage entschieden werden kann.

Die Eltern und auch die 17 Mitarbeiter – Erzieher, Sozialpädagogen, aber auch Küchenkräfte – sind gestern vom Vorstand der Privaten Kindergruppe über die Entscheidung informiert worden. Vorsitzender Markus Knaup, seine Vertreterin Sabine Rother, Cornelia Schmitz und alle anderen sind bestrebt, dass das Know-How erhalten bleibt. Im Idealfall würde der neue Träger die bewährte Mannschaft übernehmen, die mit Susanne Klinkow und ihrem Kollegium eng und vertraut zusammenarbeitet.   Bei allem Bedauern über den Schritt im OGS-Bereich fand Dagmar Formella doch etwas Positives: Die Konzentration des Vorstandes auf den Kita-Bereich setze jetzt Kapazitäten zur Vorbereitung des Neubauprojektes an der Bachstraße frei. Dort will der Verein nach Abriss des alten Pavillons eine neue fünfgruppige Kita schaffen. Danach könnte das restliche Schulgelände von der Stadt zu Wohnzwecken vermarktet werden.

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