Das Jugendparlament, das sich am Montag erstmals nach den Osterferien trifft, sucht kreative Kinder und Jugendliche.

Graue Kästen soll es in der Stadt nicht mehr geben. Das wünscht sich das Jugendparlament. Ein Vorbild könnte dieser bunt gestaltete Kasten an der Bahnhofstraße sein.
Graue Kästen soll es in der Stadt nicht mehr geben. Das wünscht sich das Jugendparlament. Ein Vorbild könnte dieser bunt gestaltete Kasten an der Bahnhofstraße sein.

Graue Kästen soll es in der Stadt nicht mehr geben. Das wünscht sich das Jugendparlament. Ein Vorbild könnte dieser bunt gestaltete Kasten an der Bahnhofstraße sein.

Alexandra Rüttgen

Graue Kästen soll es in der Stadt nicht mehr geben. Das wünscht sich das Jugendparlament. Ein Vorbild könnte dieser bunt gestaltete Kasten an der Bahnhofstraße sein.

Haan. Das Jugendparlament kommt am Montag um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses (Kaiserstraße 85) zu seiner ersten Sitzung nach den Osterferien zusammen. Dabei geht es auch um die Aktion „Aus Grau wird bunt“. Die Jugendparlamentarier wollen gemeinsam mit Kinder und Jugendlichen in Haan die schmucklosen grauen Verteilerkästen der Telekom im Stadtgebiet verschönern.

Daran arbeiten die Jugendlichen schon seit zwei Jahren. Das Bonner Unternehmen erlaubt unter gewissen Auflagen, dass die technischen Anlagen mit Farben und Motiven besprüht werden. Das verhindert in der Regel illegale Schmierereien. Bedingung: „Standort, Skizze und aktueller Zustand des Gehäuses müssen zuvor bei der Telekom eingereicht werden“, erläutert Jugendparlamentkoordinator Daniel Oelbracht. „Dazu müssen die Motive ethisch, politisch und religiös neutral sein und dürfen keine kommerzielle Werbung enthalten.“

Die Verteilerkästen dürfen auch nicht tiefschwarz angemalt werden – weil das eine unerwünschte Wärmentwicklung fördert. Das Jugendparlament übernimmt die stadtweite Organisation und stellt Farben und Material zur Verfügung. Die Resonanz ist noch dürftig.

Jugendcafé in Haan hat Interesse, einen Kasten zu gestalten

Bislang hat nur das Jugendcafé in Haan Interesse bekundet, einen Verteilerkasten in seiner Nähe zu gestalten, berichtet Jugendreferent Peter Burek. „Eine super Aktion“, findet auch Dieter Jürgens vom Rockin’ Rooster Club und fragt an, ob der Transformator vor der Dieselstraße 5 zu einem bunten Hingucker werden könnte. „Das müssen wir noch prüfen“, meint Jupa-Koordinator Daniel Oelbracht. „Wir brauchen schnell ein Referenzobjekt“, schlägt Jochen Sack vom Jugendcafé vor: „Damit könnte man vielleicht auch mehr Interesse an der Aktion wecken.“ In diesem Jahr besteht die Partnerschaft mit der französischen Stadt Eu seit 50 Jahren. Das soll gefeiert werden. „Wir haben uns auch überlegt, ob wir im Rahmen des Jubiläums und des geplanten Jugendaustausches einen Kasten gemeinsam mit unseren Gästen gestalten können“, sagt Jugendreferent Peter Burek.

Das Jugendparlament hat bereits eine ganze Reihe von Motiv- und Gestaltungsvorschlägen gesammelt. Der Wappenhahn, die Kunstfiguren „Haans“ und „Haana“ oder „Gruitel“, markante Gebäude wie das historische Rathaus oder Events wie die Haaner Kirmes oder der Haaner Sommer – vieles könnte die Verteilerkästen schmücken. Jetzt müssen sich nur noch genügend Kinder und Jugendliche finden, die mitmachen. Das Jupa hat auch die Schulen und Vereine angeschrieben und aufgefordert, sich zu beteiligen.

Mitmachen können Sportteams, Einzelpersonen, Schulklassen, Arbeitsgemeinschaften. Sollten mehr Motivvorschläge eingereicht werden als Kästen vorhanden sind, könnte ein Wettbewerb ausgelobt werden.

Vorschläge und Bewerbungen per E-Mail.

info@jugend-macht-haan.de

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