Neujahrskonzert in der Evangelischen Kirche.

Haan
Das Orchester war 54 Musiker stark.

Das Orchester war 54 Musiker stark.

Staschik

Das Orchester war 54 Musiker stark.

Haan. Ausverkauft war das Neujahrskonzert des Orchestervereins 1910 Solingen in der Evangelischen Kirche. Weil wegen Fluchtwegevorschriften die Emporen gesperrt blieben, ging es im Kirchenraum sehr eng zu – Dirigent Michael Forster und Solistin Theresa Nelles mussten auf das Bühnenpodest klettern.

Mozart und My Fair Lady

Michael Forster vermittelt wieder eine Stimmung, die Fröhlichkeit und Leichtigkeit mit hervorragenden musikalischen Darbietungen verbindet. Die große Virtuosität des Orchesters wurde zunächst mit der berühmten Komposition „Auf einem persischen Markt“ des englischen Komponisten Albert William Ketèlbey unter Beweis gestellt. Das zupfte, flötete, strich und sang sogar nur so aus dem Orchester heraus, dass die Zuhörer vermeintlich auf einem orientalischen Basar saßen.

Zwei Opernarien von Mozart sang die stimmstarke Sopranistin Theresa Nelles, eine aus der Zauberflöte eine zweite aus Figaro. Als sie dann am Ende noch das Musical-Lied „Ich hätt getanzt heut’ Nacht“ aus My Fair Lady sang, wussten die Haaner endgültig, dass eine so professionelle Sopranstimme auch mit der Lautstärke des Mammutorchesters Solingen mithalten kann. Der Applaus wollte nicht enden.

Vorher hatten die Musiker unter anderem noch den belebenden Walzer „Tout Paris“ des französischen Komponisten Émile Waldteufel zum Besten gegeben. Das Musizieren im Orchester mache „großen Spaß“, sagt die 2. Violine Karin Adamson.

Die Leichlingerin mit argentinischem und deutschem Pass ist ein Neuling im Orchester. Die Spielfreude ist bei ihr so erkennbar wie bei den 53 anderen Musikern. Eine besondere Freude hat Michael Forster in seiner Moderation auch bei seinen unterhaltsamen Seitenhieben auf politisch und gesellschaftlich Erlebtes im vergangenen Jahr. So ließ er unter anderem die Zuschauer sechs Töne singen, was tatsächlich recht ordentlich klappte.

Als die Botschaft ankam, war das Gelächter groß

Seine Botschaft war mit der Anordnung der Töne „ADAC AD“, was das Publikum zwar sang aber als Sinn zunächst nicht erfasste. Als der Groschen fiel, war das Gelächter groß. „Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr am selben Platz“ war der einhellige Tenor im Publikum.

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