Der Sportplatz Hoffeldstraße sollte in den Ferien einen neuen Belag erhalten.

Der Sportplatz Hoffeldstraße sollte in den Ferien einen neuen Belag erhalten.
Austausch notwendig: Wolfgang Scholl zeigt den Zustand des Kunstrasens. Archiv

Austausch notwendig: Wolfgang Scholl zeigt den Zustand des Kunstrasens. Archiv

Köhlen

Austausch notwendig: Wolfgang Scholl zeigt den Zustand des Kunstrasens. Archiv

Hilden. Heute ist der letzte Ferientag, morgen beginnt die Schule wieder. Der Sportplatz Hoffeldstraße sollte in den Ferien einen neuen Kunstrasen bekommen. Die Sommerpause ist vorbei, doch auf dem Platz ist bislang nichts passiert. Die Stadt hatte den Auftrag (Wert rund 230 000 Euro) zwar im Juli ausgeschrieben und vergeben. Doch das beauftragte Unternehmen, die renommierte belgische Sports & Leisure Group, ist in Verzug geraten, bestätigt Achim Hendrichs, zuständiger Sachgebietsleiter in der Stadtverwaltung.

Genau davor hatte Sportdezernent Sönke Eichner den Stadtrat vor dessen Entscheidung gewarnt. Für Kunstrasen braucht es Fachfirmen. Und diese hätten alle gut zu tun – auch, weil viele Kommunen ihre Sportplätze in den Sommerferien sanieren lassen. „Wir werden das beauftragte Unternehmen anschreiben und in Verzug setzen“, erläutert Hendrichs das weitere Vorgehen: „Wir sind zuversichtlich, dass der Platz Anfang Oktober fertig wird. Und dass der Kostenrahmen eingehalten wird.“

Arbeiten sollen jetzt am 11. September beginnen

Eigentlich sollte der Sportplatz bereits Mitte September wieder für den Spielbetrieb freigegeben werden. Die Hoffeldstraße ist die Heimat des VfB 03. Er stellt die beiden höchstklassigen Fußballmannschaften in Hilden. „Die VfB-Führung ist eingebunden“, sagt Eichner: „Der Verein wird ausweichen.“ Laut VfB-Vorstand beginnen die Arbeiten „voraussichtlich erst am 11. September“ (ursprünglich geplant war 21. August) und sollen bis 4. Oktober andauern.

„Diese Verschiebung in die dann mit allen 23 Jugendmannschaften laufende Saison, bringt uns erhebliche organisatorische Schwierigkeiten und Nachteile, sowohl sportlich als auch finanziell“, erklärt die Vereinsführung jetzt: „Wir werden bemüht sein, die hierdurch eintretenden Änderungen für alle Spieler, Trainer, Betreuer, Eltern und Fans unserer Mannschaften so gering wie möglich zu halten. Es ist aber schon jetzt für uns absehbar, dass wir Kompromisse zu Trainingszeiten und -orten sowie zu den Spielterminen und -orten finden müssen.“

Vorgeschichte: Sportdezernent Sönke Eichner hatte eine Kunstrasen-Erneuerung an der Hoffeldstraße im kommenden Jahr bevorzugt. Die CDU wollte die Sanierung aber jetzt sofort noch in diesem Jahr. Und sie brachte ihren Antrag mit Hilfe der SPD in einer Sondersitzung auch durch.

Der Platz Hoffeldstraße ist zwar in einem schlechten Zustand, aber nach wie vor bespielbar – sagt der Fußballverband. Bürgeraktion und Grüne hatten sich dafür ausgesprochen, den Auftrag bereits in diesem Jahr auszuschreiben, den Sportplatz aber erst im kommenden Jahr zu sanieren. Dadurch könne man sowohl gute Angebote erwarten wie auch Planungssicherheit gewinnen. Die politische Mehrheit von CDU und SPD entschied jedoch anders. Der VfB hätte bis zur Sanierung seines Platzes in 2018 doch auf anderen Kunstrasenplätzen in Hilden spielen können. Davon halte der Verein nichts, erläuterte Norbert Schreier (CDU): „Dann hat man weniger Zuschauer und damit auch weniger Umsatz.“

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