Es wird konkret. Das „Integrierte Handlungskonzept Innenstadt“ ist auf dem Weg, umgesetzt zu werden. Was bedeutet das?

Auf dieser Grafik sind die geplanten Baumaßnahmen zu erkennen.  Grafik: Stadt Haan
Auf dieser Grafik sind die geplanten Baumaßnahmen zu erkennen. Grafik: Stadt Haan

Auf dieser Grafik sind die geplanten Baumaßnahmen zu erkennen. Grafik: Stadt Haan

Auf dieser Grafik sind die geplanten Baumaßnahmen zu erkennen. Grafik: Stadt Haan

Haan. Es ist wahr, dass Menschen Veränderungen in ihrer Umgebung erst zur Kenntnis nehmen, wenn die Bagger rollen. Insofern wäre dieser Text hier zu Ende, denn sichtbar für die Bürger werden die Veränderungen in der Haaner Innenstadt erst 2020. Tatsächlich arbeiten Rat und Verwaltung aber schon seit 2014 am „Integrierten Handlungskonzept“, das es Städten ermöglicht, Landeszuschüsse für ihre Ideen zur Belebung der Citys zu bekommen.

Bürger konnten ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen

„Die Weichen wurden also vor meiner Zeit als Bürgermeisterin gestellt“, stellt Bettina Warnecke klar, die seit 2015 im Amt ist. „Und die Arbeiten haben auch nichts mit den nächsten Wahlen zu tun“, ergänzt der Technische Beigeordnete Engin Alparslan – mit Blick auf die Zahl 2020.

Was bisher geschah: Ein Planungsbüro hat ein Konzept eingebracht, auf dessen Grundlage Bürger angehört wurden und ihre Vorstellungen einbringen konnten. Dabei geht es unter anderem um die Gestaltung des Neuen Marktes, der Ortseingänge und der Grünanlagen. Inzwischen liegt das ganze Konzept vor und wurde bei der Bezirksregierung eingereicht zwecks Einwerben von Fördergeld. 60 Prozent der Gesamtkosten können übernommen werden, 40 Prozent muss die Stadt beibringen. Gesamtvolumen: 10 Millionen Euro. Stadtplanungsamtsleiter Peter Sangermann ist zuversichtlich, dass das Geld bewilligt wird. Mittendrin abbrechen ist übrigens nicht. Alparslan warnt: „Wer einen Teil des Fördergeldes annimmt und ausgibt und dann aussteigt, muss das Geld zurückgeben.“

Was jetzt geschieht: Zunächst wird der Standort „Windhövel“ entwickelt. Zwischen Windhövel und Neuer Markt soll ein Geschäftshaus errichtet werden, ein Investor hat bereits einen Lebensmittelhändler mit „hochwertiger Produktpalette“ wie es heißt an der Hand. Edeka steht im Raum.

Zudem soll ein Drogeriemarkt, sollen zwei kleinere Geschäfte kommen. Die Offenlage kommt 2017, ebenso die Bürgerbeteiligung, der Satzungsbeschluss erst 2018. „Das Thema ist sensibel, ich will auf jeden Fall Rechtssicherheit“, sagt Alparslan. Parallel wird ein Gestaltungswettbewerb für den öffentlichen Raum und die zentralen Grünflächen ausgeschrieben. „Ich bin gespannt auf die kreativen Vorschläge der Planer“, sagt Warnecke, „denn das Ganze wird knifflig.“ Das Thema Wasser soll den Neuen Markt auch künftig begleiten, zugleich muss alles mobil oder abbaubar sein – für die Kirmes.

Schnell soll jetzt auch ein „Citymanager“ gefunden werden, eine europaweite Ausschreibung steht an. Derjenige wird aber nicht bei der Stadt angestellt, vielmehr ist an ein externes Planungsbüro gedacht, das die Umsetzung des Konzepts für die nächsten fünf Jahre begleitet.

Was danach geschieht: Das Konzept umfasst 20 Punkte und ist erst 2024 komplett umgesetzt, wenn es denn schnell geht.

Dazu zählt zum Beispiel die Neugestaltung der Fußgängerzone, ein Fassadenprogramm und die Entwicklung der Landefinanzschule.

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