Die Verbindung vom Wanderparkplatz am Haus Poock zur Grube 7 ist hergerichtet. Am Sonntag wird der Weg eingeweiht.

Der Wanderweg zwischen Haus Poock und Grube 7 ist fertig. Die Stadt hat ihn geebnet, befestigt und mit Schotter belegt.
Der Wanderweg zwischen Haus Poock und Grube 7 ist fertig. Die Stadt hat ihn geebnet, befestigt und mit Schotter belegt.

Der Wanderweg zwischen Haus Poock und Grube 7 ist fertig. Die Stadt hat ihn geebnet, befestigt und mit Schotter belegt.

Stefan Fries

Der Wanderweg zwischen Haus Poock und Grube 7 ist fertig. Die Stadt hat ihn geebnet, befestigt und mit Schotter belegt.

Gruiten. Die Zeiten, in denen die Verbindung vom Wanderparkplatz am Hotel Haus Poock zur Grube 7 nicht viel mehr als ein platt getrampelter Weg war, sind vorbei.

Auf Anregung der CDU Gruiten, die Bitten von Spaziergängern und Wanderern nachkommen wollte, wurde die Stadt in den vergangenen Tagen aktiv und hat den Weg geebnet, befestigt und mit Schotter belegt.

„Für Spaziergänger ist das eine gute Sache“, sagt Friedhelm Reusch vom Kreis Mettmann. Als Verantwortlicher für den Neanderlandsteig, der die Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten des Neanderlandes verbinden und sich in die bedeutenden kulturtouristischen Wanderwege Deutschlands einreihen soll, ist er mit dem Engagement der CDU und dem Einsatz der Stadt nicht ganz zufrieden.

Denn Reusch und der Kreis Mettmann streben die Zertifizierung des Neanderlandsteigs als Qualitätsweg durch den Deutschen Wanderverband an.

Dafür muss der Steig über möglichst weite Strecken aber einem Steig ähneln. Geschotterte oder sogar asphaltierte Wege führen zu „nicht mehr ganz so positiven Bewertungen“, wie Reusch erläutert. Aber er versichert: „Die Zertifizierung ist durch den Einsatz der Stadt dort nicht gefährdet.“ Außerdem weiß er, dass die Stadt eigentlich nur Gutes tun wollte.

Der Weg ist ein Teilstück des Neanderlandsteigs

Insgesamt hat die Stadt Haan 450 bis 500 Meter Wanderweg geebnet, verdichtet und 56 Tonnen Kalksteinschotter belegt. Peter Kannemann vom städtischen Betriebshof schätzt die Kosten auf etwa 3500 Euro, die aus der laufenden Bauunterhaltung für Wanderwege bezahlt wurden.

Der 225 Kilometer lange Neanderlandsteig soll durch die kreisangehörigen Städte und die Randbereiche der Nachbarstädte führen. Erste Etappen des Kultur- und Wanderweges wurden in den vergangenen Wochen und Monaten eröffnet. Die insgesamt 17 Einzeletappen führen vorbei an Badeseen, verlaufen durch Moore, Heidegebiete, ausgedehnte Forste und passieren Naherholungsgebiete.

Mit einer geführten Eröffnungswanderung von Haan-Gruiten nach Wülfrath-Düssel wird Landrat Thomas Hendele am Sonntag weitere Teilabschnitte des Steigs ihrer Bestimmung übergeben. Treffpunkt ist um 13.30 Uhr auf dem Parkplatz des Gruitener Bahnhofs. Gegen 14 Uhr brechen dann unter Führung von Hendele, Wander-Papst Manuel Andrack und Friedhelm Reusch alle zur rund 16 Kilometer langen Wanderung nach Düssel auf. Ziel ist die Wasserburg Düssel (Dorfstraße 7, Wülfrath).

Die etwa 250 Meter zwischen Wanderparkplatz und der Treppe zur Grube 7 gehören zu einer der 17 Etappen des Neandertalsteigs. Sie führt über 16 Kilometer von Gruiten nach Düssel und wird am Sonntag offiziell eingeweiht (siehe Infokasten).

Die Stadt hat die Grasnarbe ausgehoben, den Weg mit dem Bagger abgezogen, den Boden verdichtet, Unebenheiten beseitigt und den Weg mit 56 Tonnen Kalkschottersteinen belegt. „Standortgerecht“ bezeichnet Peter Kannemann vom städtischen Betriebshof diesen Belag, schließlich wurde in der angrenzenden Grube 7 einst Kalkstein abgebaut.

Die Grasnarbe wurde seitlich des Weges wieder eingebaut, so dass ein kleiner Damm entstanden ist, der Wasser abfließen lässt.

Weil die Stadt auch für die Wanderwege rund um die Grube 7 zuständig ist, hat sie auch gleich den südlichen Teil des Weges an der Grube auf Vordermann gebracht. „Der Weg ist 30 Jahre alt“, sagt Kannemann.

Weil sich im Laufe der Jahre immer mehr Büsche und Bäume in dem Naturschutzgebiet ausgesät haben, wuchs der Weg zu, und die Wanderer wichen auf das angrenzende Feld aus.

„Im Laufe der Zeit haben sich auf einer Breite von zwei Metern dort sozusagen zwei Fahrspuren entwickelt“, sagt Kannemann. Die eine auf dem Feld, die andere näher am Zaun. Kannemann: „Wir haben dort den entstandenen Höhenunterschied ausgeglichen und den Weg mit Schotter ausgebaut, weil wir dort auch immer mal wieder mit Fahrzeugen rein müssen, um zum Beispiel umgestürzte Bäume wegzuräumen.“

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