Ein Lied des Haaners Frank Sawukaytis erscheint auf der neuen CD der Kölner Band.

Musik
In seinem kleinen Tonstudio im Keller geht Frank Sawukaytis (44) seinem Hobby nach. Dort hat er auch das Lied „Hier brennt die Luft“ für den Wettbewerb der Höhner komponiert.

In seinem kleinen Tonstudio im Keller geht Frank Sawukaytis (44) seinem Hobby nach. Dort hat er auch das Lied „Hier brennt die Luft“ für den Wettbewerb der Höhner komponiert.

Stefan Fries

In seinem kleinen Tonstudio im Keller geht Frank Sawukaytis (44) seinem Hobby nach. Dort hat er auch das Lied „Hier brennt die Luft“ für den Wettbewerb der Höhner komponiert.

Haan. Der sogenannten fünften Jahreszeit fiebert Frank Sawukaytis nicht ausdrücklich entgegen. „Aber ich kann auch über Tische und Bänke springen“, sagt er. Jeck genug, seinen Beitrag für alle Tollitäten zu liefern, ist er in musikalischer Hinsicht. Zur aktuellen CD-Box „Höhner 4.0 Live und in Farbe“ steuert der Haaner das vierte Lied auf der dritten CD bei. Dabei handelt es sich um den von ihm geschaffenen Remix des Höhner-Titels „Hier brennt die Luft“.

„Musik war immer eine Liebhaberei von mir.“
Frank Sawukaytis

„Die Plattenfirma hatte zu einem Wettbewerb aufgerufen“, erinnert sich der 44-Jährige an den vergangenen Sommer. Die berühmtesten und beliebtesten Gassenhauer sollten in einer neuen Version von Fans und Musikliebhabern eingeschickt werden. Startschuss war am 20. August. „Danach war echt nicht viel Zeit bis zur Abgabe“, sagt Sawukaytis. Von der Plattenfirma wurden die Höhner als Gesangsspur geliefert. „Und daraus konnte man dann machen, was man wollte. ‚Hier brennt die Luft’ passte super zu dem Rhythmus, den ich bereits angefangen hatte zu komponieren“, sagt der Haaner zu seinem Siegersong.

Denn Frank Sawukaytis ist Hobbymusiker mit eigenem kleinen Tonstudio im Keller. „Musik war immer eine Liebhaberei von mir, seitdem ich mit acht Jahren anfing Trompete zu spielen“, sagt er. Aber die Konkurrenz in der Branche ist groß. „Da stehen 100 000 Andere, und man muss schon seine Nische finden“, sagt Sawukaytis. Karnevalsmusik ist so eine Nische. „Aber das ist und bleibt mein schönstes Hobby“, sagt der 44-Jährige. Im täglichen Leben betreibt er – ganz ohne Humba, Humba, Täterä – mit seinem Bruder eine Firma für Bürobedarf.

Aus insgesamt 150 Bewerbungen wurden fünf Titel ausgewählt

Am 8. November bekam Sawukaytis dann Post: „Sie haben gewonnen.“ Aus insgesamt 150 Bewerbungen ist seine Party-Version eine der fünf Gewinnertitel – und auf der CD nach Stefan Raabs neuem Lied „ Ävver et Hätz bliev he in Kölle“ zu hören. Wie es für ihn als gebürtigen Düsseldorfer ist, seinen Beitrag für eine waschechte Kölner Band zu liefern? „Och, Campino von den Toten Hosen ist auch dabei. Wenn der das kann, kann ich das auch“, sagt er lachend.

Der Erfolg freut Frank Sawukaytis natürlich, lässt ihn aber keineswegs abheben. Sämtliche Rechte seiner Cover-Version liegen bei der Plattenfirma. „Wäre es so, dass es mit dem Titel Geld zu verdienen gäbe, würde ein neuer Vertrag aufgesetzt“, sagt er. Musikalisch geht es für ihn nach Dienstschluss aber weiter: „Ich komponiere gerade einen neuen Karnevals-Song.“ Und wenn die Narren dann wieder richtig schunkeln, ist er mit von der Partie. „Seit fünf Jahren bin ich beim Haaner Karnevalsumzug dabei“, sagt er. Den diesjährigen Familiensonntag begleitet er (natürlich) musikalisch – als DJ.

Der Haaner Frank Sawukaytis (44) hat den Song „Hier brennt die Luft“ für die CD-Box „Höhner 4.0 Live und in Farbe“ komponiert. Beruflich betreibt er eine Firma für Bürobedarf.

Die Kölner Band Höhner um Bandleader Henning Krautmacher gehört – nicht nur im Karneval – zu den bekanntesten Formationen im deutschsprachigen Raum.

Mit der CD-Box „Höhner 4.0 Live und in Farbe“ wollen die Musiker im 40. Jahr ihres Bestehens nicht nur auf das Vergangene zurückblicken, sondern nach eigenen Angaben auch zeigen, dass in Zukunft weiter mit ihnen zu rechnen ist.

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