Erna Braun verziert ihr Grundstück mit bunten Häkeleien.

Zeitvertreib
Anstatt das Programm im Fernsehen zu verfolgen, verziert Erna Braun ihren Garten mit Strickereien.

Anstatt das Programm im Fernsehen zu verfolgen, verziert Erna Braun ihren Garten mit Strickereien.

Stefan Fries

Anstatt das Programm im Fernsehen zu verfolgen, verziert Erna Braun ihren Garten mit Strickereien.

Haan. Die Spaziergänger, die an Erna Brauns Häuschen an der Kampstraße vorbeigehen, müssen zweimal hinschauen. Dann grinsen sie und freuen sich. Denn was sie sehen, sieht man nicht jeden Tag.

„Ich hatte sowieso so viele Wollreste und habe mir überlegt, Guerilla-Stricken könnte ich im Garten auch machen.“

Erna Braun, Gartenbesitzerin

Jeder der rund 80 Zaunpfähle, die Brauns Garten umranden, trägt ein buntes Häkelmützchen. Auch der Linde hat die 91-Jährige ein Mäntelchen gehäkelt. Zurzeit ist allerdings ein genauer Blick nötig, denn die gestreifte, bunte Häkelkunst ist von frischem Schnee bedeckt.

„Wenn das Wetter so schlecht ist, dann kann ich ja nicht aus dem Haus, das Fernsehprogramm interessiert mich nicht, und die Zeitung ist auch schnell gelesen. Irgendwas muss man sich ja einfallen lassen, wenn einem nicht langweilig werden soll“, sagt sie und lacht.

Die Idee ist der Haanerin gekommen, nachdem sie einen Artikel in der Zeitung gelesen hatte, in dem über Guerilla-Stricken berichtet wurde – eine Form von Straßenkunst, bei der die Künstler Gebäude oder Gegenstände im öffentlichen Raum wie Straßenlaternen oder Parkbänke mit gestrickten oder gehäkelten Schals verzieren oder sie gleich komplett einhäkeln.

„Ich hatte sowieso so viele Wollreste und habe mir überlegt, das könnte ich im Garten auch machen.“ Und schon ging es los. „Die Leute finden es lustig, und dann freue ich mich auch.“

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