Das alte Leitungsnetz auf dem Südfriedhof hat viele Lecks. Eine neue Anlage kostet 150 000 Euro.

Die Gießkannen sind noch ungenutzt.
Die Gießkannen sind noch ungenutzt.

Die Gießkannen sind noch ungenutzt.

Olaf Staschik

Die Gießkannen sind noch ungenutzt.

Hilden. Das Wasserleitungsnetz auf dem Südfriedhof hat immer wieder Lecks. Weil der Verlauf der Leitungen nicht dokumentiert ist, müssen die undichten Stellen aufwendig gesucht werden. Auch die Wassserzapfstellen sind in die Jahre gekommen, erläutert Ulrich Hanke, Leiter des städtischen Bauhofs, zu dem auch die Friedhofsverwaltung gehört.

Wasser kommt erst, wenn es nicht mehr friert

Vor dem Winter müssen die Leitungen frühzeitig entleert und stillgelegt werden. Wasser kommt erst dann wieder aus dem Hahn, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Das kann dauern, weil bei der Inbetriebnahme häufig Lecks auftreten, die dann von einem Installateur gesucht und beseitigt werden müssen. „Dafür haben die Friedhofsnutzer kein Verständnis, insbesondere dann, wenn es mehrere Tage wärmer ist“, weiß Hanke. Es gibt zwar frostsichere Wasserzapfstellen, etwa in der Nähe der Trauerhalle oder der Wirtschaftsgebäude. Je nach Lage des Grabes müssen die Angehörigen mit den Gießkannen aber längere Strecken zurücklegen: „Das ist vor allem für ältere Friedhofsbesucher sehr beschwerlich.“ Deshalb hat die Verwaltung dem Stadtrat vorgeschlagen, das Wasserleitungsnetz auf dem Südfriedhof einschließlich Zapfstellen komplett zu erneuern.

Das alte Netz sei so alt, dass sich eine Sanierung nicht mehr lohne. Ein neues, frostsicheres und ganzjährig nutzbares Netz habe zwei entscheidende Vorteile: Es könnte für die Anforderungen der Zukunft geplant werden und ohne eine Erhöhung der Friedhofsgebühren umsetzen. Das hat die Mitglieder im Haupt- und Finanzausschuss so überzeugt, dass alle Ratsfraktionen ohne weitere Aussprache zustimmten.

Wassernetz wird durch Friedhofsgebühren finanziert

Deshalb kann der Ratsbeschluss nach den Haushaltsplanberatungen im Frühjahr als sicher gelten. Denn die Kosten für das neue Wassernetz von geschätzt 150 000 Euro werden nicht über den Haushalt der Stadt (in dem ein Millionen-Defizit klafft), sondern mit den Friedhofsgebühren finanziert. Das neue Wassernetz für den Südfriedhof führt nicht zu einer Erhöhung der Friedhofsgebühren, versichert Hanke: „Die Gebühren für 2015 wurden gerade erst gesenkt. Im Moment werden die Hildener Friedhöfe gut genutzt. Die Kosten können so auf viele Schultern verteilt werden.“ Im vergangenen Jahr wurden rund 600 Menschen auf den drei kommunalen Friedhöfen in Hilden bestattet, das waren gut zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das neue Wassernetz für den Südfriedhof führt nicht zu einer Erhöhung der Friedhofsgebühren.

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