60 Abschnitte müssen in den kommenden vier Jahren saniert werden.

Haan
Die Schillerstraße ist eine berüchtigte Buckelpiste, die auch die geländegängigen Jeeps vor Herausforderungen stellt.

Die Schillerstraße ist eine berüchtigte Buckelpiste, die auch die geländegängigen Jeeps vor Herausforderungen stellt.

Olaf Staschik

Die Schillerstraße ist eine berüchtigte Buckelpiste, die auch die geländegängigen Jeeps vor Herausforderungen stellt.

600 000 Euro kostet es, wenn die Dieker Straße von Neuer Markt bis Flurstraße komplett saniert würde. Der Preis ist aktuell – was bedeutet, dass es immer teurer wird, je länger mit der Sanierung gewartet wird. Noch länger, muss man sagen – denn „die Sanierung der Dieker Straße schieben wir schon seit Jahren vor uns her“. Das sagt Jörg Dürr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD. Er will deswegen für die anstehenden Haushaltsberatungen beantragen, Geld für die Dieker Straße einzustellen.

Schillerstraße ist eine berüchtigte Buckelpiste

Auch auf der Prioritätenliste der Verwaltung steht die Dieker Straße ganz oben, unter dem Jahr für die Bauausführung steht 2016. Gleich darunter folgt die Schillerstraße. „Die haben wir immer wieder hinten angestellt, weil wir vom Bau des Windhövel-Centers ausgingen“, erinnert Jens Lemke (CDU), Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. „Es erschien unsinnig, eine Straße neu zu bauen, über die dann die schweren Baufahrzeuge donnern.“

Doch vom Center keine Spur, von einer maroden Straße dagegen schon: Die Buckelpiste Schillerstraße ist unter Haanern berüchtigt. Deren Sanierung ist ebenfalls mit gut 600 000 Euro veranschlagt.

„Von den bis Ende 2014 über 30 vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen“, so schreibt es die Verwaltung auf, „wurden bisher lediglich acht realisiert. Als Folge der zurückgestellten Maßnahmen entstehen erhebliche Unterhaltungskosten.“ Allein für die Verkehrssicherheit der Schillerstraße musste der Bauhof demnach „erheblichen finanziellen Aufwand“ betreiben. Es ist auf die Dauer erheblich teurer, nur zu flicken.

Einen Beschluss hat der Ausschuss wegen Beratungsbedarfs nicht gefasst, sondern die Entscheidung verschoben – eben in die Haushaltsberatungen. Es wird nach Lemkes Einschätzung darauf hinauslaufen, dass kleinere, weniger teure Vorhaben, vorgezogen werden.

Eine Lösung kann das nicht sein, wie Bau-Dezernent Engin Alparslan es in der verschobenen Beschlussvorlage formuliert: Innerhalb der nächsten 15 Jahre werden etwa 60 Straßenabschnitte grundlegend zu sanieren sein, vier pro Jahr.

Woher das Geld bei der klammen Kommune kommen soll, ist offen. Die Haaner CDU überlege noch, ob sie für eine Anhebung der Gebühren und der Elternbeiträge in Kitas sei. Eine höhere Gewerbesteuer lehnt Lemke dagegen ab. „Wir bringen gerade den zweiten Abschnitt des Technologie-Parks an den Start. Höhere Steuern passen da nicht ins Bild.“

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