Café im Dorf zeigt 30 Bilder von KH.W. Steckelings.

Eine beeindruckende Fotoausstellung wurde mit einer Vernissage im Gruitener Café im Dorf eröffnet. Der Wuppertaler Fotokünstler „KH. W. Steckelings“ ist damit zum zweiten Mal vom Ehepaar Gabi und Clemens Hölter nach Gruiten eingeladen worden. „Wir sind Fans von Herrn Steckelings“, sagt Clemens Hölter bei seiner Begrüßung. Den Künstler haben sie vor Jahren auf der Leipziger Buchmesse kennen und schätzen gelernt.

Bilder aus dem Buch „Pina Bausch backstage“ gehörten zur ersten Ausstellung. Seit Jahrzehnten fotografiert Steckelings. 30 seiner Fotos werden nun im Café im Dorf gezeigt. Schwarz-weiß, Licht und Schatten bestimmen die Motive. Die rot gefärbten Fingernägel einer – wie Steckelings sagt – erotischen Frauenhand sind die Ausnahme. Er sei kein Fotograf von Schönheit, er fotografiere das Leben, das Stillleben, den Alltag. Steckelings ging zeitlebens nicht mit „geladener Kamera“ durchs Leben. Seine eigenwillige Sicht auf Dinge und Alltag, zum Beispiel in Italien, beeindrucken und scheinen für die Ewigkeit gemacht.

„Eigentlich bin ich nie fertig geworden“, sagt der bescheidene Künstler überzeugend. Das digitale Fotografieren habe er zwar versucht, aber sehr schnell habe er seine analoge Form wieder bevorzugt. „Digitale Bilder haben eine Lebenserwartung von 20 bis 30 Jahren, analoge – gut gewässerte –können 100 Jahre alt werden“, weiß Steckelings. Der gelernte Textilingenieur und –Kaufmann sieht sich selbst als Handwerker. Sein Lebenswerk zeigt, dass er ein Künstler ist, der zeitlebens Kunst sammelte und herstellte. Seit 2006 ist seine Sammlung im Museum Camera Obscura in Mülheim/Ruhr zu sehen. Schon seit 1967 ist Steckelings Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Denn auch die Kunst der Lithophanie, flackerndes Durchlicht in leuchtenden Steinen, ist sein Steckenpferd. Die Bilder sind bis zum 31. Oktober im Café im Dorf, Pastor-Vömel-Straße 2 in Haan-Gruiten zu besichtigen.

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