Beim Sternmarsch blieben die Teilnehmer weitgehend friedlich.

Beim Sternmarsch blieben die Teilnehmer weitgehend friedlich.
Kurdische Jugendliche ziehen auf ihrem Sternmarsch durch die Region auch durch die Straßen Gruitens.

Kurdische Jugendliche ziehen auf ihrem Sternmarsch durch die Region auch durch die Straßen Gruitens.

Alexandra Rüttgen

Kurdische Jugendliche ziehen auf ihrem Sternmarsch durch die Region auch durch die Straßen Gruitens.

Haan. Kurdische Jugendliche sind gestern Mittag bei ihrem Sternmarsch durch die Region auch durch Gruiten gezogen. Wie Marcus Krahe, Erster Hauptkommissar des Polizeipräsidiums Wuppertal, mitteilte, waren insgesamt 108 Teilnehmer zu Fuß unterwegs. Die Wuppertaler Beamten waren zunächst zuständig, da der Demonstrationszug zuvor in der bergischen Großstadt unterwegs war. Die Aktion war Bestandteil des „langen Marschs von Dortmund nach Köln“, der am 11. September begann und am 16. September enden soll. Als die Kurden auf ihrem Marsch die Stadtgrenze zu Gruiten passierten, übernahm die Kreispolizei Mettmann, sicherte den Zug und regelte den Verkehr. In einem Flugblatt zeichneten die Organisationen „Bewegung der freien Jugend (Ciwanên Azad)“ – das ist der Jugendverband der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) – und „Bewegung der jungen freien Frauen (Jinên Ciwan ên Azad)“ für die Demonstration verantwortlich. Die Autoren des Flugblatts schreiben, dass der seit 1999 inhaftierte PKK-Anführer Abdullah Öcalan seit 2015 von der Außenwelt isoliert sei und fordern ein Ende dieser Haftbedingungen. Die Demonstration auf Wuppertaler und Haaner Stadtgebiet verlief gestern weitgehend friedlich. „Die Teilnehmer haben sich an die Auflagen gehalten“, berichtete Krahe.

Lediglich von einer Provokation war die Rede, die aber keine gravierenden Folgen nach sich gezogen habe. Der Weg durch Gruiten führte die Demonstranten von der Vohwinkeler Straße über Hasenberg bis zur S-Bahn-Station, wo die Teilnehmer am Nachmittag in Richtung Erkrath weiterfuhren. Das Ziel für den gestrigen Tag war Düsseldorf. Die Polizei begleitete den Demonstrationszug mit mehreren Einsatzwagen und Krädern. Zeitweise mussten auch Straßen und Zufahrten gesperrt werden. Zu Staus kam es jedoch nicht. Heute Mittag wollen die Demonstranten noch einmal für eine kurze Wegstrecke in den Kreis Mettmann kommen. Von dort geht es nach Leverkusen weiter.

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