Stadt stellt erstmals die Pläne zum Ausbau des Unternehmens öffentlich vor.

Die Kreuzung an der Einfahrt (rechts) zur Haaner Felsenquelle wäre bei einem Ausbau des Unternehmens überlastet. Darum ist dort der Bau eines Kreisverkehrs angedacht.
Die Kreuzung an der Einfahrt (rechts) zur Haaner Felsenquelle wäre bei einem Ausbau des Unternehmens überlastet. Darum ist dort der Bau eines Kreisverkehrs angedacht.

Die Kreuzung an der Einfahrt (rechts) zur Haaner Felsenquelle wäre bei einem Ausbau des Unternehmens überlastet. Darum ist dort der Bau eines Kreisverkehrs angedacht.

Stefan Fries

Die Kreuzung an der Einfahrt (rechts) zur Haaner Felsenquelle wäre bei einem Ausbau des Unternehmens überlastet. Darum ist dort der Bau eines Kreisverkehrs angedacht.

Haan. Dass die Haaner Felsenquelle ein stetig wachsendes Unternehmen ist, wird vor allem am Standort deutlich: Er wird alle zehn bis 20 Jahre zu klein. 1999 expandierte der Familienbetrieb zuletzt, baute an der Flurstraße neu und zog in das heutige Firmengebäude. Weil die Felsenquelle als Mineralbrunnenbetrieb natürlich auf ihre Brunnen und Quellen angewiesen ist, ist so ein Umzug nur in die Nähe der selbigen möglich.

Damals musste eine Pipeline vom alten Standort an der Deller Straße zum neuen Firmengelände an der Flurstraße gelegt werden, durch die das Mineralwasser nun transportiert wird.

Mittlerweile ist auch der Bau an der Flurstraße im Gewerbepark Westliches Heidfeld zu klein geworden. Deshalb hat das Familienunternehmen 5000 Quadratmeter in unmittelbarer Nachbarschaft dazugekauft, für die jetzt ein Bebauungsplan aufgestellt wird. Dessen Details wurden am Donnerstagabend erstmals vorgestellt.

Die Erweiterung ist auch im Interesse der Stadt

Im Schulzentrum Walder Straße präsentierte Stadtplaner Jan Roth den Planentwurf. „Die Familie Römer (Inhaber der Felsenquelle, Anm. d. Red.) möchte die Kapazität der Felsenquelle baulich erweitern“, erläuterte Roth den Anwesenden. Das sei im Interesse der Stadt, weil dadurch auch die Präsentation des Unternehmens zur Flurstraße hin verbessert werden könne. „Zurzeit werden oft Getränkekisten auf dem Gelände gestapelt, weil zu wenig Lagerfläche vorhanden ist“, sagte Roth.

Das Gelände wird westlich von Wohnhäusern, im Norden von einem Waldstück (dahinter liegt das Naturschutzgebiet Hühnerbachtal), im Süden von der Flurstraße und im Süd-Osten von einer Mercedes-Niederlassung begrenzt. Westlich von Mercedes an der Flurstraße steht ein altes Wohnhaus. Beides wird nicht angetastet.

Noch bis zum 18. Januar können die Planungsunterlagen im Planungsamt, Alleestraße 8, eingesehen werden.

Vorschläge und Anregungen der Öffentlichkeit fließen dann in die Planung mit ein.

Es werden weitere Gutachten erstellt und ein neuer Bauplan entworfen. Der Planentwurf wird dann nach eventueller Änderung noch einmal offengelegt.

Bisher sieht der Bebauungsplan für das Gelände nur gewerbliche Nutzung vor. Nach der Änderung soll auch Wohnungsbau möglich sein. Dafür sei vor allem der Bereich nördlich der bestehenden Wohnhäuser an der Straße Tannenwäldchen geeignet. „Das ist aber optional und auch erst einmal nicht geplant“, sagte Roth. Was aber kommen wird, ist die Expansion der Felsenquelle. „Wir haben uns immer bemüht, die Auswirkungen auf die Nachbarschaft so gering wie möglich zu halten. Das möchten wir jetzt so weiterführen“, sagte Inhaber Helmut Römer:

Doch ganz ohne Aufmerksamkeit wird das Bauvorhaben wohl nicht vonstattengehen, denn nach einem Verkehrsgutachten wird die Kreuzung Flurstraße/Ginsterberg dann stark belastet sein. „Der Verkehr steht dort sehr lange, um links abzubiegen“, sagte Roth.

Zwei Vorschläge machte der Planer: Ampel mit neuer Linksabbiegerspur oder Kreisverkehr. Wobei die Reaktion im Publikum nach dem Vorschlag Kreisverkehr bereits deutlich zustimmend war. Roth: „Der funktioniert noch etwas besser als eine Ampel.“

Leidtragende der Bebauung werden die Anwohner am Tannenwäldchen sein. Sie müssen einen Teil ihrer Gärten abgeben, das habe allerdings schon im Mietvertrag gestanden, so ein Anwohner. Auch müsse laut Planer noch das Gutachten der Unteren Landschaftsbehörde abgewartet werden, denn für einen Neubau muss ein Teil des Waldes an der Grenze zum Hühnerbachtal abgetragen und anderswo wieder aufgeforstet werden.

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