An der Adlerstraße spielt die Band Historisches und eigene Songs.

Musik
Trompeter Colin Dawson (l.), Saxofonist Chris Hopkins (r.) und Schlagzeuger Oliver Mewes spielten in der Aula des Gymnasiums Haan.

Trompeter Colin Dawson (l.), Saxofonist Chris Hopkins (r.) und Schlagzeuger Oliver Mewes spielten in der Aula des Gymnasiums Haan.

Ulrich Bangert

Trompeter Colin Dawson (l.), Saxofonist Chris Hopkins (r.) und Schlagzeuger Oliver Mewes spielten in der Aula des Gymnasiums Haan.

Haan. „Hier ist ja ein historischer Ort“, begrüßte Chris Hopkins das Haaner Publikum. Mehr als 60 Zuhörer hatten sich in der Aula an der Adlerstraße eingefunden. „Hier hat eines der ersten Konzerte der Band stattgefunden. Das war 1998.“ Doch mit Nostalgie hatte das Konzert seiner Band nicht viel zu tun – obwohl der Bandname „Echoes of Swing“ dies auch vermuten lässt.

Musiker huldigen dem Sound der 1920er- und 1930er-Jahre

Der Trompeter Colin Dawson, Hopkins am Altsaxofon unterstützt von Bernd Lhotzky und Oliver Mewes an Klavier und Schlagzeug huldigen zwar dem Jazz der späten 1920er- und 1930er-Jahre, sind aber kaum mit anderen Bands vergleichbar, die sich dieser Epoche widmen. Hier erwarten den Zuhörer nicht die Hits und Standards der Zeit, sondern Melodien, die auch dem ambitionierten Jazzfreund unbekannt sein mögen.

Hinzu kommt, dass sie einige Eigenkompositionen spielen, die hervorragend zu den historischen Songs passen – auch dies ist ungewöhnlich für eine solche Gruppe.

So geht die musikalische Reise von einem englischen Pub, in dem es spuken soll, bis nach Mexiko und Brasilien. Doch auch hier macht Echoes of Swing nicht halt: Sie erobern das Sonnensystem – schließlich heißt ihre in der internationalen Fachkritik viel gelobte und ausgezeichnete aktuelle CD „Message from Mars“.

Im Verlauf des Abends verliert die Band ihre Zurückhaltung

Die Reise beginnt geradezu zurückhaltend, in einem fast intellektuellen Stil, der trotzdem von einem mitreißenden Swing und Virtuosität geprägt ist. Und wenn Dawson singt, mag mancher an den leisen Cool-Jazz von Crooner Chet Baker denken. Doch im Verlauf des Abends verlieren die Musiker mehr und mehr ihre Zurückhaltung.

Das Konzert gipfelt schließlich in einer Version des berühmten „Ain‘t Misbehavin‘“, bei dem Lhotzky und Hopkins gemeinsam Klavier spielen, bevor der Rest der Band zum großen Finale dazukommt.

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