Nach wie vor stecken die Kita-Erweiterung Käthe-Kollwitz-Straße und der Neubau an der Ohligser Straße nur in den Kinderschuhen.

Nach wie vor stecken die Kita-Erweiterung Käthe-Kollwitz-Straße und der Neubau an der Ohligser Straße nur in den Kinderschuhen.
Die Awo-Kindertagesstätte an der Käthe-Kollwitz-Straße will man erweitern. Überlegt wird, bis zu 40 zusätzliche Plätze zu schaffen.

Die Awo-Kindertagesstätte an der Käthe-Kollwitz-Straße will man erweitern. Überlegt wird, bis zu 40 zusätzliche Plätze zu schaffen.

Olaf Staschik

Die Awo-Kindertagesstätte an der Käthe-Kollwitz-Straße will man erweitern. Überlegt wird, bis zu 40 zusätzliche Plätze zu schaffen.

Haan. Die Stadt Haan hat zu wenig Kita-Plätze. Sie muss dringend etwas unternehmen, um dem wachsenden Bedarf entgegenzukommen. Daher werden aktuell zwei Projekte geplant: die Erweiterung der Awo-Kindertageseinrichtung Käthe-Kollwitz-Straße um 30 oder 40 Plätze sowie der Neubau einer Kita in Unterhaan. Im Focus steht dabei ein Grundstück der Evangelischen Kirchengemeinde Ohligser Straße/Erikaweg.

Jugendhilfeausschuss beriet über beide Projekte

Beide Projekte standen am Donnerstagabend auf der Tagesordnung des Jugendhilfeausschusses. Doch dessen Mitglieder konnte die Planungen in beiden Fällen nicht wesentlich voranbringen – ein Umstand, auf den der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Jochen Sack (GAL), mit Unmut reagierte: „Ich mache noch einmal darauf aufmerksam, dass wir gegenüber den Eltern in der Pflicht stehen. Wir kennen den Fehlbedarf. Wir müssen darauf reagieren“, sagte Sack und mahnte, dass sich die Stadt ansonsten dem Risiko von Gerichtsprozessen aussetzt, die unversorgte Eltern anstrengen.

Woran liegt die Verzögerung? Bei der Kindertagesstätte Käthe-Kollwitz-Straße ist das Finanzierungskonstrukt noch nicht geklärt. Verena kleine Holthaus, Fachbereichsleiterin Kindertagesstätten bei der Awo, trug erste Kostenschätzungen eines Architekten vor. Sie hängen von der Zahl der neu geschaffenen Plätze ab und davon, ob und in welcher Höhe sich der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit Fördermitteln beteiligt.

Bei geschätzten Kosten von fast einer Million Euro und einem Awo-Eigenanteil von 105 000 Euro würden auf die Stadt Haan Kosten von bis zu 550 000 Euro zukommen. Geld, das die Stadt in Form von außerplanmäßigen Mitteln bereit stellen muss, kündigte Stadtkämmerin und Sozialdezernentin Dagmar Formella an. Das heißt, der Betrag ist noch nicht eingeplant und belastet künftig zusätzlich den Etat. Formella versprach, „schon in der kommenden Woche“ die noch offenen Fragen mit dem LVR zu klären.

Der JHA beschloss, das Thema in einer Sondersitzung am 22. Juni erneut zu behandeln. Dann soll auch geklärt werden, wie es mit dem Kita-Neubau in Unterhaan weitergehen soll. Hier hat die Stadtverwaltung noch kein vollständiges Zahlenwerk vorlegen können, das die Betriebskosten für alle Optionen – städtische oder freie Trägerschaft – umfasst. Dazu Jochen Sack ungehalten: „Ich sehe nicht, dass die schnellstmögliche Realisierung im Focus der Verwaltung steht. Wir treten hier auf der Stelle.“

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