Der geplante Aldi-Neubau an der Düsseldorfer Straße ruft die Nachbarn auf den Plan. Sie befürchten mehr Verkehr und mehr Lärm.

Unterhaan
Wenn das Unternehmen Kampa sein Grundstück zwischen Düsseldorfer und Ohligser Straße verlässt, möchte Aldi dort neu bauen. Die Anwohner und Nachbarn sehen Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer gefährdet.

Wenn das Unternehmen Kampa sein Grundstück zwischen Düsseldorfer und Ohligser Straße verlässt, möchte Aldi dort neu bauen. Die Anwohner und Nachbarn sehen Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer gefährdet.

Stefan Fries

Wenn das Unternehmen Kampa sein Grundstück zwischen Düsseldorfer und Ohligser Straße verlässt, möchte Aldi dort neu bauen. Die Anwohner und Nachbarn sehen Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer gefährdet.

Haan. Für das Grundstück der Firma Kampa an der Düsseldorfer Straße liegt ein Bauantrag vor. Wie berichtet, will dort Aldi neu und größer bauen und sowohl von der Düsseldorfer als auch der Ohligser Straße Zufahrten schaffen. „Es gibt im vorderen Bereich des Geländes einen bestehenden Bebauungsplan aus den 1970erJahren, im hinteren Bereich wurde der Bebauungsplan nicht in Kraft gesetzt“, erläutert Planungsamtsleiter Jürgen Rautenberg auf Nachfrage. „Dort muss sich das Vorhaben nach Paragraph 34 der Baugesetzgebung in die Umgebung einpassen.“ Entspreche das Bauvorhaben den Vorgaben des Bebauungsplanes und sind alle Fragen der Erschließung geklärt, müsse es genehmigt werden.

An der Ohligser Straße gibt es einen gesicherten Schul- und Radweg

Die Anhörung und/oder Einbindung von Anwohner seien in diesem Verfahren nicht vorgesehen. Aber genau das fordern die Nachbarn von der Düsseldorfer- und Ohligser Straße. Sie haben einen umfassenden Brief an die Vorsitzende des Planungs- und Verkehrsausschusses, Ute Wollmann sowie die Fraktionsvorsitzenden und Bürgermeister Knut vom Bovert geschrieben. Sie fordern insbesondere die Beratung und Diskussion der Verkehrssituation im öffentlichen Teil der Fachausschüsse.

„Die Düsseldorfer Straße wird ja schon stark befahren“, sagt Bernd Nowak von der Düsseldorfer Straße 51, der mit Nachbarn den Brief formuliert und Unterschriften gesammelt hat. „Als Grundstücksbesitzer ist es heute schon fast unmöglich, im Berufsverkehr gefahrlos abzubiegen“, sagt er. Darüber hinaus müssten die künftigen Aldi-Kunden ja auch einen Fuß- und Radweg queren, um das Gelände des Discounters zu erreichen. „Wir befürchten dort die Gefährdung aller Verkehrsteilnehmer.“

Und das gilt aus ihrer Sicht auch für die Ohligser Straße, die als Schulweg zur Grundschule Steinkulle genutzt wird. „Ein gesicherter Schul- beziehungsweise Radweg existiert an der Ohligser Straße nicht“, kritisieren Nowak und seine Mitstreiter. Durch das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen und die Sichteinschränkung durch Alleebäume und Parkbuchten werde die Gefährdung der Kinder auf dem Schulweg zunehmen.

Darüber hinaus werden die Politiker im Stadtrat aufgefordert, die zusätzlichen Lärmbelastungen durch Kunden- und Lieferverkehr in den Planungen zu berücksichtigen und dafür Sorge zu tragen, dass es zu den angrenzenden Grundstücken weiterhin einen Sichtschutz, beispielsweise durch hohe Mauern, oder dichte Bepflanzung gibt. Die Parkplatzbeleuchtung soll nach 22 Uhr abgeschaltet werden.

In der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am 4. September (17 Uhr, Sitzungssaal im Rathaus) wird die Stadtverwaltung im nicht-öffentlichen Teil über den Sachstand und die aktuelle Sachlage berichten. Weitere Beratungen in den Fachausschüssen können folgen.
 

Die Bauaufsicht hat laut Planungsamtsleiter Jürgen Rautenberg eine gewisse Zeit, um über den Bauantrag zu entscheiden und die politischen Vorberatungen abzuwarten.

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