Mit dem launigen Stück zeigt die Itterbühne ihre 20. Produktion. Die Premiere begeisterte.

Um Himmels Willen, wer will schon mit einem Küchenmesser rasiert werden? Opa Sepp jedenfalls nicht. Er fürchtet sich vor der Hausmagd.
Um Himmels Willen, wer will schon mit einem Küchenmesser rasiert werden? Opa Sepp jedenfalls nicht. Er fürchtet sich vor der Hausmagd.

Um Himmels Willen, wer will schon mit einem Küchenmesser rasiert werden? Opa Sepp jedenfalls nicht. Er fürchtet sich vor der Hausmagd.

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Um Himmels Willen, wer will schon mit einem Küchenmesser rasiert werden? Opa Sepp jedenfalls nicht. Er fürchtet sich vor der Hausmagd.

Hilden. Wenn Bürgermeister Toni Manta und sein Freund Josef Kummerspeck nach Mallorca fahren, um dort eine Städtepartnerschaft zu gründen, sind Turbulenzen vorprogrammiert. Vor allem, wenn die Städtepartnerschaft eigentlich nur eine Ausrede ist, um eine Woche Urlaub ohne Frauen machen zu können. Und, wenn die Woche eigentlich nicht ausreicht, da es auf Mallorca ja nicht nur Sangria gibt, sondern auch schöne Frauen.

Was also tun, um den Urlaub zu verlängern ohne dass Wilma und Simone zuhause misstrauisch werden? Toni und Josef erzählen, sie hätten einen „fürchterlichen“ Unfall gehabt und müssten noch zwei Wochen im Krankenhaus verbringen, wozu sie sich von ihren Frauen auch noch Geld schicken lassen.

Itterbühne bereitete dem Publikum kurzweiligen Abend

Um nicht in Erklärungsnot zu geraten, bestechen sie eine Krankenschwester, ihnen Rechnungen zu fälschen und täuschen einen Gedächtnisverlust vor. „Schöne Grüße aus Mallorca“ heißt das von Egon Koch geschriebene Stück, das die Itterbühne derzeit im Heinrich-Strangmeier-Saal im „Altes Helmholtz“ auf die Bühne bringt. Bereits zur Premiere am Donnerstagabend war der Saal nahezu ausverkauft. Die spielfreudige Truppe der Itterbühne, die in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert, brachte die rund 170 Besucher immer wieder zum Lachen und entlockte ihnen begeisterte Beifallsstürme. Andreas Brieden hat hierbei nicht nur sein Können als Regisseur unter Beweis gestellt, sondern verkörperte auch noch die Hauptrolle des Toni Manta, der vorgibt, er sei Johannes Heesters und das Publikum mit Heesters-Liedern unterhält. Sabine Robrecht als Bürgermeisterfrau Simone übernimmt gleich die politischen Aufgaben ihres Mannes, während Christine Bracker als Wilma damit zu kämpfen hat, dass ihr Mann Josef (Hans-Joachim Tschäge) sich für einen Scheich und sie für eine Haremsdame hält.

Wunderbar komisch lässt Witold Fassbender den Opa Sepp nicht nur in ständiger Kabbelei mit Hausmädchen Anna (Sabrina Talbot) auftreten, sondern mit seinen trockenen Sprüchen treibt er auch das Stück voran.

Vor allem, als dann die „mallorchinesischen“ Bekanntschaften der beiden Herren auftauchen – die rassige Francisca (Nina Bialkowski), die den Toni heiraten will, Maria (Heike Meister), in die sich Josefs Sohn Peter (Christian Gruber) augenblicklich verliebt, und die temperamentvolle Carmen (Margot Schäfer), die einstige Geliebte von Opa Sepp, die er auf Mallorca hat sitzen lassen. Und dann bringt auch noch der Arzt aus Mallorca (Willi Dienst) alles durcheinander. Schwungvoll und heiter waren die Grüße, die die Itterbühne vor einer liebevoll gestalteten Kulisse und mit viel Spielfreude aus Mallorca sandte. Damit bereitete sie dem Publikum einen kurzweiligen Abend.

Weitere Aufführungen: heute Abend, 19 Uhr, Sonntag, 16. Oktober, 15.30 Uhr im Heinrich-Strangmeier-Saal im „Alten Helmholtz“, Gerresheimer Straße 20.

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