Der Seniorenbeirat tagte im Rathaus. Es ging auch um WCs.

Wenn alte Menschen nach einem Krankenhaus-Aufenthalt entlassen werden, kümmert sich das Entlassungsmanagement darum, dass sie auch zu Hause versorgt sind. Darüber referierte Kai Siekkötter, Direktor des Haaner St.-Josef-Krankenhauses, vor dem Seniorenbeirat. Zwei Drittel der Patienten im Haaner Hospital sind älter als 75 Jahre. Das seit 2013 vorgeschriebene Entlassungsmanagement konzentriere sich in Haan auf zwei Anbieter, die sich um Patienten kümmern.

Zum einen ist das die Caritas, die sich – wenn gewünscht – im Bedarfsfall um einen Heimplatz kümmert und zum anderen das Sanitätshaus Böge, das eventuell notwendige Hilfsmittel für mobilitätseingeschränkte Patienten anbietet. Die sogenannte „Familiale Pflege“ werde im Krankenhaus zwei Jahre lang von der AOK finanziert, sagte Siekkötter, und sichere den Angehörigen von Pflegefällen, die das Krankenhaus verlassen, Pflege-Training und Unterstützung für Hilfsmittel-Anträge zu. Die Situation der öffentlichen Toiletten war ein weiteres Thema.

Der Seniorenbeirat bedauerte die entstandenen Missverständnisse mit der Stadt Sparkasse Haan, die, anders als gedacht, keine ständig zugängliche öffentliche Toilette in ihrem Neubau schafft. Jetzt müsse einfach neu überlegt werden, sagte Karlo Sattler. Am schlimmsten sei die Situation in Gruiten. Er habe schon von Menschen gehört, die aus der Notlage heraus einfach an Haustüren geklingelt haben. Die Einführung einer Ehrenamtsbörse kündigte Jochen Sack an.

Das „Goldene Telefon“ soll zukünftig zu bestimmten Tages- und Uhrzeiten bei der Arbeiterwohlfahrt Haan mit Ehrenamtlichen besetzt sein. Die Idee: Hilfesuchende und Hilfeanbietende können sich melden und werden zusammengeführt. Beispiel: Wer gut zu Fuß ist, soll Menschen begleiten, die beim Einkaufen Hilfe brauchen. Noch im Juni soll das Goldene Telefon frei geschaltet werden. Möglichst noch in diesem Jahr soll der Seniorenbericht vorgelegt werden, sagte Karlo Sattler.

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