Die Ausstellung im Haus der Hildener Künstler zeigt Vielfalt.

Die Ausstellung im Haus der Hildener Künstler zeigt Vielfalt.
Werner Köhlers und Sabine Clemens wurden für ihre Arbeiten ausgezeichnet. Köhlers im Bereich Fotografie, Clemens im Bereich Malerei.

Werner Köhlers und Sabine Clemens wurden für ihre Arbeiten ausgezeichnet. Köhlers im Bereich Fotografie, Clemens im Bereich Malerei.

Olaf Staschik

Werner Köhlers und Sabine Clemens wurden für ihre Arbeiten ausgezeichnet. Köhlers im Bereich Fotografie, Clemens im Bereich Malerei.

Hilden. Schnell füllt sich der Saal im Haus der Hildener Künstler „H6“, so dass es zuweilen schwierig ist, an die ausgestellten Kunstwerke heranzukommen. Viele sind zur Ausstellungseröffnung der jurierten Winterausstellung am Freitagabend gekommen.

„Es ist eine jährlich wiederkehrende Ausstellung der Vereinsmitglieder“, erklärt Horst Thiele, Vorsitzender der Hildener Künstler. 30 Künstler hatten 55 ihrer Werke eingereicht, die von einer vierköpfigen Jury begutachtet wurden. Drei davon waren Mitglieder der Hildener Künstler, die bei der Vollversammlung gewählt wurden, der Vierte war der Kunstpädagoge Ulrico Czysch aus Dormagen. Die Jury wählte 32 Werke von elf Künstlerinnen und neun Künstlern aus.

Für die Winterausstellung war kein festes Thema vorgegeben

„Es ging um ein freies Thema“, erklärt Ulrico Czysch. Das bedeutet, für die Winterausstellung war kein Thema vorgegeben und aus diesem Grund hatte die Jury auch keine objektiv messbaren Kriterien, nach welchen sie die Werke bewerten konnte. „Die Qualität hat entschieden“, meint Czysch und Horst Thiele fügt hinzu: „Es wurde sehr intensiv getagt.“ Herausgekommen ist eine Ausstellung, die in ihrer Vielfältigkeit einen wunderbaren Einblick in die Schaffenskraft der unterschiedlichen Künstler bietet. So zeigt die Schwarz-Weiß-Fotografie namens „Olympisches Dorf Berlin“ von Marion Reckow-Memmert den Verfall des ehemaligen Glanzlichtes in seiner deprimierenden Tristheit.

Dagegen bildet das farbenfrohe Gemälde „Kinder im Herbst“ von Lidia Barbara Gordon in seiner abstrakten Gegenständlichkeit einen starken Kontrast. Kein Licht am Ende des Tunnels dagegen zeigt die Fotografie „Licht und Schatten“ von Harold Augustin, die Gewalt von Sturm und Meer zieht den Betrachter bei der eindrucksvollen Momentaufnahme „Unruhige Welle“ von Jerzy Laciak in seinen Bann. Auch Skulpturen fanden ihren Raum bei der Winterausstellung, so wie das bewegende Werk „Gespalten“ von Gabriele Mai-Schmidt, bei dem ein menschlicher Kopf geteilt ist in zwei Hälften. Es ist ein bemerkenswertes Bild auf die beiden Hirnhälften, auf die Trennung von rationalem und emotionalem Handeln. Während der Vernissage wurden auch die beiden Preisträger bekannt gegeben. In der Sparte „Fotografie“ wurde Werner Köhler für sein Werk „Trennung“ ausgezeichnet, das eine Wasserspiegelung zeigt, bei der Farben durch die Wellen ineinander übergehen und doch eine Trennung bilden. „Ich bin überrascht“, gibt Werner Köhler zu. Auch Sabine Clemens wurde ausgezeichnet.

Die jurierte Winterausstellung im Haus der Hildener Künstler „H6“, Hofstraße 6, ist bis zum 11. Dezember zu sehen. Geöffnet ist sie samstags von 16 bis 18 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr.

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