Der Baumarkt möchte sein Sortiment ausweiten und seinen Standort an die Düsseldorfer Straße verlagern. Die Stadt sieht das positiv.

Umsiedlung
„Ungeordnete Kleinbetriebe“, so heißt es von Seiten der Stadt, verteilen sich zurzeit über das ehemalige Hagemanngelände an der Düsseldorfer Straße. Der Hagebaumarkt, der zurzeit noch an der Böttinger Straße sitzt, würde die Fläche gerne kaufen, um sich dort deutlich vergrößern zu können.

„Ungeordnete Kleinbetriebe“, so heißt es von Seiten der Stadt, verteilen sich zurzeit über das ehemalige Hagemanngelände an der Düsseldorfer Straße. Der Hagebaumarkt, der zurzeit noch an der Böttinger Straße sitzt, würde die Fläche gerne kaufen, um sich dort deutlich vergrößern zu können.

Stefan Fries

„Ungeordnete Kleinbetriebe“, so heißt es von Seiten der Stadt, verteilen sich zurzeit über das ehemalige Hagemanngelände an der Düsseldorfer Straße. Der Hagebaumarkt, der zurzeit noch an der Böttinger Straße sitzt, würde die Fläche gerne kaufen, um sich dort deutlich vergrößern zu können.

Haan. Der Hagebaumarkt will sich vergrößern. Bereits vor mehr als drei Jahren hat das Unternehmen Interesse an der Fläche zwischen Ohligser Straße, Erikaweg/Waldfriedhof und Düsseldorfer Straße signalisiert. Damals wie heute müssen dafür der Bebauungsplan, der Flächennutzungsplan und der Gebietsentwicklungsplan – letzterer in Abstimmung mit der Bezirksregierung – geändert werden.

„Der Hagebaumarkt wünscht sich als Ergänzung einen Frequenzbringer.“

Jochen Füge, Stadtplaner

Die etwa acht Hektar sind zurzeit als Gewerbegebiet ausgewiesen – ursprünglich sollte dort ein Handwerkerhof entstehen. Ein Baumarkt wäre aber großflächiger Einzelhandel, das Gebiet müsste dafür als Sondergebiet ausgewiesen werden.

In zweieinhalb Jahren läuft der Mietvertrag des Baumarkts an der Böttinger Straße aus. „Das Unternehmen will in Haan bleiben, sein Sortiment aber deutlich erweitern“, sagt Stadtplaner und Diplom-Ingenieur Jochen Füge.

Mit der Firma Ten Brinke betreut sein Büro ISR Stadt + Raum die Bebauungsplanentwicklung des Areals an der Düsseldorfer Straße. Deshalb stehen sein Büro und Ten Brinke bereits seit 2011 in Kontakt mit der Stadt, um die Standortverlagerung des Baumarkts voranzutreiben.

Im Bereich des Baumarktsortiments bestehen deutliche Defizite

„Allerdings braucht der Baumarkt nicht die ganze Fläche“, sagt Füge. Deshalb könnten auf dem Gelände ein bis zwei ergänzende Fachmärkte entstehen. „Der Hagebaumarkt wünscht sich als Ergänzung einen Frequenzbringer“, sagt er. Denkbar wären beispielsweise ein Getränke- oder Tierfutterhändler. „Das Angebot muss innenstadtverträglich sein“, sagt der Stadtplaner. „Es soll die Nahversorger nicht tangieren.“

Diese Sorge hat auch die Stadt. In der Vorlage für den Planungs- und Verkehrsausschuss, der am 19. Februar (17 Uhr, Sitzungssaal Rathaus) das Projekt berät, bewertet sie „eine Verlagerung und Vergrößerung des bestehenden Baumarkstandorts grundsätzlich positiv“.

Laut dem Einzelhandelskonzept des Jahres 2006 und auch dem Entwurf des Konzeptes von 2012 bestünden im Bereich des Baumarktsortiments in der Stadt deutliche Defizite. Der Standort an der Düsseldorfer Straße sei durch seine Lage geeignet, als neuer Baumarktstandort entwickelt zu werden.

Auf einem Teil des Areals könnten Wohnhäuser entstehen

Kritischer betrachtet die Stadt die mögliche Ansiedlung zweier kleinerer Fachmärkte. Zentren- und nahversorgungsrelevante Sortimente würden an der Düsseldorfer Straße ausscheiden – zum Schutz der Innenstadt und des Nahversorgungszentrums Haan-West.

Während auf dem nördlichen Bereich der Fläche zwischen Düsseldorfer und Erikaweg/Ohligser Straße der Baumarkt und kleinere Gewerbestandorte entwickelt werden sollen, könnte im südlichen Bereich ein Wohngebiet mit 30 Doppel- und Reihenhäusern enstehen.

„Die würde auch die Firma Ten Brinken entwickeln und eventuell auch bauen“, sagt Stadtplaner Füge. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass das Gebiet ein komplett neues Kanalsystem inklusive eines Regenrückhaltebeckens erhält.

Leserkommentare (2)


() Registrierte Nutzer