Eine Broschüre des Haaner Turnvereins zeigt, wie wichtig die vielen freiwilligen Helfer für dessen Arbeit sind.

Auch das Friedrichstraßenfest – hier die Cheerleader des Vereins – wird vom HTV mitgestaltet.
Auch das Friedrichstraßenfest – hier die Cheerleader des Vereins – wird vom HTV mitgestaltet.

Auch das Friedrichstraßenfest – hier die Cheerleader des Vereins – wird vom HTV mitgestaltet.

Herbert Raddatz hat schon mehrere Dokumentationen für den Haaner TV erstellt. Archiv

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Auch das Friedrichstraßenfest – hier die Cheerleader des Vereins – wird vom HTV mitgestaltet.

Haan. Ohne Ehrenamtler geht im Sport nichts. In den rund 91 000 deutschen Sportvereinen engagieren sich derzeit mehr als 1,85 Millionen Ehrenamtliche und mehr als sechs Millionen freiwillige Helfer. Sie sorgen dafür, dass die Vereinsarbeit überhaupt möglich ist.

Diese offiziellen Zahlen stammen von Verbandsvertretern des Bundes. Noch genauer wollte es der Landessportbund Nordrhein-Westfalen wissen und hat Sportvereine aufgefordert, ihre Leistungen zu dokumentieren. Herausgekommen ist dabei die Broschüre „Anerkennung vor Ort: Wir leisten was!“, an der sich auch der Haaner Turnverein (HTV) beteiligt hat.

Beim HTV sind mehr als 140 Trainer ehrenamtlich beschäftigt

Für den HTV hat Herbert Raddatz, Ehrenvorsitzender des Vereins, die Broschüre erstellt. Er zeigt in dem Dokument die Leistungen und Besonderheiten der ehrenamtlichen Mitarbeiter auf.

Demnach beschäftigt der eingetragene Verein mehr als 140 ehrenamtliche Trainer, Übungsleiter, Betreuer und Schiedsrichter. Dazu kommen noch einmal 60 Ehrenamtler, die in anderen Funktionen für den Verein tätig sind: Vorstand, Geschäftsführung, Fachwarte, Redakteure der Vereinszeitung, Marketing und auch die fleißigen Kuchenbäckerinnen zählen dazu.

„Ohne Ehrenamtler könnten wir den HTV zumachen“, bringt Geschäftsführerin Renate Roos es trocken auf den Punkt. „Das, was wir alles anbieten und zur Verfügung stellen, könnten wir ohne die oft unentgeltliche Arbeit der vielen Freiwilligen gar nicht bezahlen.“

Der Haaner Turnverein ist der älteste und größte Sportanbieter der Stadt. Etwa zehn Prozent der rund 30 200 Einwohner sind Mitglied im HTV – darunter 1300 Kinder und Jugendliche.


Der Verein finanziert sich zu etwa 90 Prozent durch die Mitgliedsbeiträge. Der Rest kommt durch Spenden, Mieten, Zuschüsse und Sponsoring zusammen.

Neben dem Sportangebot beteiligt der HTV sich auch an vielen öffentlichen Veranstaltungen – darunter das Brunnenfest, das Bürgerfest und der Weihnachtstreff. Kontakt Wer sich für eine Mitarbeit im Verein interessiert, kann sich unter Telefon 02129/56 55 0 informieren. Weitere Informationen stehen außerdem im Internet unter www.haaner-tv.de.

Doch die Ehrenamtler investieren nicht nur Zeit, Engagement und Kreativität – sie bekommen dafür auch viel zurück. „Die neuen Helfer bekommen zum Beispiel eine vereinsinterne Schulung über den Verein, ihren persönlichen Versicherungsschutz, Infos über das Beitragswesen und Hilfeleistungen bei Unfällen“, sagt Herbert Raddatz. Außerdem bezahlt der HTV die Kosten für die Grundausbildung zum Trainer oder Übungsleiter und bietet kostenlose interne Fortbildungen an.

„Gleichzeitig bedeutet ein Ehrenamt eine Form von Anerkennung, die sich nicht in Geld messen lässt“, ergänzt Renate Roos: „Zum Beispiel durch die innere Befriedigung, wenn die eigenen Schützlinge sportlich erfolgreich sind.“

81 Prozent der Haaner sind mit den Trainern des HTVs sehr zufrieden

Auch die Haaner Bevölkerung weiß dieses Engagement zu schätzen. Eine Befragung der „Deutschen Akademie für Unternehmens Management“ von 500 Haanern hat 2008 ergeben, dass 81 Prozent von ihnen die Angebote des Vereins mit „sehr gut“ beurteilen. Die gleiche Note bekommt das fachliche Personal ausgestellt. Dort beurteilen ebenfalls 81 Prozent der Befragten die Arbeit von Trainern und Übungsleitern mit „sehr gut“.

Das freut Geschäftsführerin Renate Roos, die gleichzeitig betont, dass es ständig weiteren Bedarf an Ehrenamtlern gebe. „Wir suchen immer Leute. Das liegt unter anderem daran, dass wir viel mit jungen Menschen zusammenarbeiten, die dann irgendwann, zum Beispiel wegen einer Ausbildung oder eines Studiums, wieder abspringen müssen.“

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