Im Sommer soll der Antrag auf das Siegel gestellt werden.

Ein Jahr ist vergangen, seit die Grün-Alternative Liste im Rat beantragt hatte, Haan zur „Fair-trade-Stadt“ zu entwickeln. Die Monate sind gut genutzt worden. „Wir gehen davon aus, dass wir noch vor den Sommerferien den Antrag stellen können“, sagte Andreas Rehm. Er ist Sprecher der Steuerungsgruppe. Der gehören rund 20 Personen aus Politik und Verwaltung an. Waldorfschule, Weltläden und die Werbegemeinschaft Gruiten sind dabei.

Auch die Waldorfschule arbeitet aktiv mit

Sieben Einzelhändler sind bislang mit ins Boot des Fairen Handels gestiegen – neben den Weltläden ein Reformhaus, der Biobahnhof und die Haaner Rewemärkte. Die Freie Waldorfschule arbeitet aktiv mit: Beim Bürgerfest erst wurden vier Fair-trade-Siegel gegenübergestellt – die Präsentation hatte das Waldorf- Berufskolleg entwickelt. Die Schulkonferenz des Haaner Gymnasiums hat beschlossen, sich der Bewegung anzuschließen. Die Kirchengemeinden wirken mit, aber auch Vereine wie die Freunde des Martinsfestes in Gruiten, die alljährlich fair gehandelte Schokolade und einen Info-Flyer in die mehreren tausend Martinstüten packen.

Im Juni sollen Hauptausschuss und Stadtrat beschließen, dass auch die Verwaltung mitmacht: Wenn es Gäste zu bewirten gilt, soll das mit fair gehandelten Produkten geschehen und auch Blumen, die bei Jubiläen überreicht werden, sollen entsprechende Siegel haben.

In den nächsten Wochen, so hoffen Rehm und seine Mitstreiter, werden auch noch einige Gastronomen einsteigen. Vorreiter ist das Café im Dorf, das Kaffee und Tee im Weltladen kauft. Gastwirte müssten sich entschließen, nur zwei Produkte aus dem Fairen Handel in ihr Angebot zu nehmen – das könnten Zuckertütchen sein oder Tee. Der Biobahnhof hat schon „Starterpakete“ geschnürt, die Interessenten zeigen können, wie leicht ein Mitmachen gelingen könnte. Das evangelische Kirchencafe in Gruiten, das Cafe im Dorf und die Bäckerei Schüren beteiligen sich schon jetzt. Andreas Rehm hofft auf weiteren Zulauf.

Sehr besorgt um Nepal

Der Weltladen hat ein besonderes Anliegen: „Uns als Weltladen berührt die Erdbebenkatastrophe in Nepal ganz besonders, denn viele unserer Waren, von Schals über wertvolle Papiere bis hin zu Filzblumen, werden produziert“, sagt Vorstand Christa Borth. „Wir haben deshalb spontan entschieden, den Erlös des Straßenfestes für die Katastrophenhilfe Nepal zu spenden. Auch Bargeld-Spenden leitet das Weltladen-Team an weiter.

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