Ausstellung „verknotet-verbunden-verformt“lockt.

In der Alten Pumpstation wurde in dieser Woche die Ausstellung „verknotet-verbunden-verformt“ mit Werken des Hattinger Steinbildhauers Stephan Marienfeld eröffnet. Schüler und anschließend Assistent bei Prof. Anthony Cragg, Wuppertal und Düsseldorf, ist Marienfeld seit mehr als 25 Jahren. Und seit mehr als zehn Jahren ist er Lehrbeauftragter an der Freien Kunstakademie in Essen.

Ausstellung geht bis zum 28. Mai

Bis zum 28. Mai sind die Kunstwerke, die allesamt dem Titel der Ausstellung gerecht werden, in der Alten Pumpstation anzuschauen. Und in der Tat ist es für Fachleute wie für Laien sehenswert, was der Künstler in den letzten Jahren geschaffen hat. Absoluter Blickfang und von allen Besuchern bei der Vernissage bewundert, ist das Werk „Dislike“ – der Titel tatsächlich also im Gegensatz zur Publikumsakzeptanz. Es handelt sich um ein gelbes Polyester-Objekt, das mit einem Strick an einem Baum befestigt wurde.

Dislike sieht aus wie ein überdimensionaler Luftballon

Wie ein überdimensionaler Luftballon sieht „Dislike“ aus. Es wurde – wie alle Polyester-Objekte des Künstlers – in eine Gipsform gegossen und anschließend unendlich oft bearbeitet und lackiert, weiß Holger Bowman, der in der Riege der Pumpstation-Hausherren für diese Ausstellung verantwortlich ist. Wie der Künstler wohnt Bowman in Hattingen.

Er kennt Marienfeld seit Jugendtagen. Den zwei Tonnen schweren Baum, an dem das Objekt hängt, wurde eigens für diese Ausstellung aus Bowmans Garten nach Haan transportiert. Das Ergebnis: die perfekte Installation. Neben dem Kunststoff Polyester hat Stephan Marienfeld Porzellan, Beton, Stahl, Bronze und auch Lava-Basalt verarbeitet. Er bevorzuge jedoch eher Polyester, sagt Marienfeld, weil zum Beispiel die Bearbeitung von Basalt unendlich viel Zeit in Anspruch nehme.

Die Objekte sind käuflich zu erwerben. Aber die Portokasse wird zur Begleichung nicht ausreichen. Auf die von Bowman an den Künstler adressierte Frage, was er in der Zukunft plane, sagte Marienfeld beeindruckend schlicht: „Einfach was tun.“ Die Ausstellung ist von mo bis fr 10 bis 17 Uhr geöffnet. Adresse: Düsseldorfer Straße 2 in 42781 Haan. gund

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