Die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus hat neue hochwertige Figuren für ihre Krippe angeschafft.

Die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus hat neue hochwertige Figuren für ihre Krippe angeschafft.
Kaplan Alfons Holländer mit der gespendeten Figur einer Magd.

Kaplan Alfons Holländer mit der gespendeten Figur einer Magd.

Olaf Staschik

Kaplan Alfons Holländer mit der gespendeten Figur einer Magd.

Haan. Küsterin Sandra Dörrier ist begeistert. Vorsichtig schiebt sie die Ärmel vom Leinengewand der „Magd“ ein wenig hoch. Zum Vorschein kommen Gelenke, die bewirken, dass die Gliedmaßen der hölzernen Figur in jede gewünschte Richtung bewegt werden können. „Das konnten unsere alten Krippenfiguren nicht“, sagt sie und strahlt. Die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus in Gruiten präsentiert jetzt mehrere neue Krippenfiguren.

Spenden haben die Anschaffung ermöglicht

Möglich wurde das durch Spenden: Der Förderverein St. Nikolaus Gruiten finanzierte mit 570 Euro die Anschaffung der Magd. Eine Gruitener Familie, die ihren Namen nicht genannt wissen will, spendierte darüber hinaus 1630 Euro für die Heilige Familie. Und den „Hirten mit Hut“ (615 Euro) finanzierte die Gemeinde mit Eigenmitteln. So kann Sandra Dörrier in diesem Jahr die Krippe völlig neu dekorieren. Darauf freut sie sich schon: „Samstagmorgen fangen wir an.“ Und zur Messe am Samstag, konnten die Gemeindemitglieder das Ergebnis bereits bewundern.

Die Krippe der katholischen Gemeinde Gruiten ist Jahrzehnte alt. Der Stall, der weiterhin genutzt werden soll, kommt aus der Eifel und wurde vor zirka 40 Jahren von einer Gruitener Familie gespendet. Die hölzernen Figuren entsprechen in ihrer Gestaltung dem damals herrschenden Geschmack. Ihr Nachteil: Sie verharren in einer Position. „Der Hirte kniet immer nur, ich kann nichts anderes mit ihm machen“, sagt Dörries.

Ganz anders die neuen, aus München stammenden Figuren mit ihren ausdrucksstarken Gesichtern: Sie können immer wieder neu eingekleidet und in verschiedenen Posen aufgestellt werden. So ist es möglich, in jeder Adventswoche eine neue Szenerie darzustellen. Los geht’s mit dem Thema „Tür zu“, bei dem der Hirte an eine Türe klopft, die von einem Gruitener Schreiner ehrenamtlich angefertigt wurde. Ganz klar wird dabei ein Bezug zur aktuellen Flüchtlingssituation hergestellt, erläutert Kaplan Alfons Holländer: „Auch für die Flüchtlinge sollen sich Türen öffnen.“ In einem Körbchen neben der Krippe liegen Blätter, in denen die Geschichte jeweils erläutert ist und die, ergänzt um Ausmalbilder, zum Vorlesen und Bemalen mit nach Hause genommen werden können.

Norbert Julius, Vorsitzender des Fördervereins St. Nikolaus Gruiten, freut sich ebenfalls über die schönen, neuen Figuren. „Wir wollten nicht, dass man jahrelang warten muss, bis die Krippe vollständig ist.“ Daher habe der Förderverein das Projekt mit dem Ankauf einer Figur gerne unterstützt. Sandra Dörrier (43), seit drei Jahren Küsterin – „das hier ist meine Kirche, hier bin ich getauft, zur Kommunion gegangen und habe geheiratet, und auch meine beiden Kinder sind hier getauft und zur Kommunion gegangen“ – hat indes noch weitere Wünsche. „Mir fehlen noch die Heiligen Drei Könige und ein Engel“, sagt sie. Da sind weitere Sponsoren vonnöten: Allein die Heiligen Drei Könige kosten rund 2000 Euro.

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