Die katholische Kita Maria vom Frieden erhält Auszeichnung für gesunde Ernährung.

Erziehung
Lecker, Mohrrüben. Berfin (6), Isabelle (3,5) und der fünfjährige Arthur (v. l.n. r.) wissen schon ganz genau, was gut schmeckt und auch noch sehr gesund ist.

Lecker, Mohrrüben. Berfin (6), Isabelle (3,5) und der fünfjährige Arthur (v. l.n. r.) wissen schon ganz genau, was gut schmeckt und auch noch sehr gesund ist.

Stefan Fries

Lecker, Mohrrüben. Berfin (6), Isabelle (3,5) und der fünfjährige Arthur (v. l.n. r.) wissen schon ganz genau, was gut schmeckt und auch noch sehr gesund ist.

Haan. Die katholische Kindertagesstätte Maria vom Frieden hat ein weiteres Prüfsiegel bekommen. Nach den Zertifizierungen als anerkannter Bewegungskindergarten des Landessportbunds NRW und anerkannte Einrichtung für frühe mathematische Bildung folgte jetzt eine Auszeichnung für das nachweislich gute Ernährungskonzept.

Auf dem Speiseplan stehen vor allem Suppen, Kartoffelgerichte und Fisch

Dorothea Poblocki, seit zehn Jahren im Unterhaaner Kindergarten tätig und seit drei Jahren Leiterin, freut sich über die Auszeichnung, die sie wenig erstaunt. „Wir haben schon lange auf gesunde und vernünftige Ernährung geachtet.“

Auf dem Speiseplan stehen grundsätzlich wenig Fleisch, dafür Suppen, feine Kartoffelgerichte und Reisspezialitäten. Dazu gibt es freitags Fisch und „viel Rohkost in Form von Obst und Gemüse“. Und „ab und zu süße Sachen. Denn die gehören nun auch mal dazu.“

Zwei Mitarbeiterinnen der Einrichtung wurden nachgeschult

Um von offizieller Seite überprüfen zu lassen, „wo wir mit unserem Ernährungskonzept stehen und was wir verbessern könnten“, wurde im Januar diesen Jahres der Antrag auf Zertifizierung gestellt. Zwei der fünf Mitarbeiterinnen wurden ökotrophologisch noch einmal nachgeschult, „mehr Maßnahmen waren nicht notwendig“, weil bereits alles stimmte.

Wie Kinder und Erzieherinnen Lebensmittel als Mittel zum Leben verstehen, war beispielhaft beim Buffet zu schmecken, das aus feierlichem Anlass aufgefahren wurde. Dort gab es mit Rauke, Mais und Zucchini gefüllte Wraps, in allerlei Joghurt-Dips konnten grüne, gelbe und rote Paprika gestippt werden und zum Nachtisch gab es Lollies aus grünen Gurken mit Kartottenherz im Kressebett oder Möhrenmuffins.

Die katholische Kindertagesstätte Maria vom Frieden besteht aus zwei Gruppen, in denen 40 Kinder (von zwei bis sechs Jahre) betreut werden. Die Einrichtung hat fünf Erzieherinnen, eine Ergänzungskraft, eine Küchenhilfe sowie eine Raumpflegerin.

„Ich mag am liebsten Erdbeeren“, sagte Berfin. Die Sechsjährige weiß allerdings auch, dass gerade keine Erdbeerzeit ist. „Dann esse ich eben einen Apfel.“ Ebenso wie Isabelle (3) und Arthur (5) ernährt sie sich „gerne gut“. „Das gibt nämlich viel Kraft“, weiß Arthur. Und die braucht der Lukas-Podolski-Fan „dringend beim Fußballspielen“ als Verteidiger bei der SSVg Haan.

Gegen einen Schokoriegel hin und wieder haben Erzieherinnen nichts

„Natürlich müssen alle an einem Strang ziehen“, sagt Dorothea Poblacki. Die Rückmeldung der Eltern ist wichtig. Daher kennt die Erzieherin Anekdoten. „Im Kindergarten trinken wir Wasser und Tee, natürlich ungesüßt.“ Und wenn die Kinder zu Hause durstig sind, sind sie genau auf diese Erfrischungen abonniert. Die heißen dann „Getränke wie im Kindergarten“.

Dass mal eines der Kinder einen industriell gefertigten Schoko-Riegel mitbringt, sei „total selten. Die Eltern achten ja selbst genau auf vernünftige Ernährung.“ „Wir genießen die Auszeichnung. Aber noch wichtiger, als das Zertifikat bekommen zu haben, sind unsere pädagogischen Aufgaben.“ Nämlich, Bildung zu vermitteln. Gute Ernährung ist dabei ein Aspekt.

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