Assessment-Center für Stellenbesetzung ist im Gespräch.

Beigeordneter
Noch besteht die Verwaltungsspitze im Haaner Rathaus aus dem Bürgermeister und der Ersten Beigeordneten.

Noch besteht die Verwaltungsspitze im Haaner Rathaus aus dem Bürgermeister und der Ersten Beigeordneten.

Stefan Fries

Noch besteht die Verwaltungsspitze im Haaner Rathaus aus dem Bürgermeister und der Ersten Beigeordneten.

Haan. Das Ergebnis der geheimen Abstimmung im Stadtrat am Dienstag in der Aula des Gymnasiums war eindeutig. Die Mehrheit (23 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen) beschloss, nicht wie geplant einen Technischen Beigeordneten zu wählen. Stattdessen hat die politische Mehrheit das Ausschreibungsverfahren aufgehoben und, wie am Mittwoch berichtet, eine erneute Ausschreibung der seit zwei Jahren unbesetzten Stelle beschlossen.

Der Technische Beigeordnete wird frühstens in acht Wochen gewählt

Das wird die Begrüßung des neuen Mitarbeiters im Rathaus um mindestens acht Wochen verzögern. „Damit sparen wir ja zwei Monate Gehalt und hätten somit den finanziellen Ausgleich für ein Assessment-Center“, sagte Heiner Wolfsperger am Dienstagabend in Richtung Kämmerin Dagmar Formella. Nachdem Petra Lerch (GAL) noch einmal daran erinnert hatte, dass die Haaner Stadtspitze nach Meinung ihrer Fraktion auch ohne Technischen Beigeordneten auskomme, sich die GAL aber dennoch an der Besetzung der Stelle beteiligen werde, warb sie um die Durchführung eines Assessment-Centers.

Personalauswahlverfahren kostet zwischen 8000 und 10 000 Euro

„Wenn es FDP und CDU ernst ist, eine gute Entscheidung für die Dezernentenstelle zu treffen, dann ist unser Vorschlag ein Assessement-Center“, sagte sie. „Wir können mehr gut als falsch machen, wenn wir mit externer Begleitung die Bewerbung auf den Weg bringen.“ Unterstützung für diesen Vorschlag fand sie bei der SPD. „Ich kann nur für dieses Verfahren werben“, sagte Jörg Dürr.

Dagmar Formella ließ es sich nicht nehmen, die Fraktionen über die finanziellen Auswirkungen eines solchen Verfahrens aufzuklären. „Das kostet zwischen 8000 und 10 000 Euro“, sagte sie. Dafür sei im Haushalt 2012 kein Budget eingeplant. Weil es sich um eine freiwillige Ausgabe handele, müsse dieser mt der Kommunalaufsicht abgeklärt werden. „Solange der Haushalt 2012 nicht verabschiedet und durch den Kreis Mettmann genehmigt ist, befinden wir uns im Nothaushalt“, sagte sie.

Ob die Stadt für die Besetzung der Stelle tatsächlich ein Personalauswahlverfahren mit externer Unterstützung durchführen wird, und wie die neue Ausschreibung formuliert werden soll, entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am 28. Februar.

Michael Ruppert (FDP) verteidigte gestern noch einmal den Beschluss der Mehrheit: „Uns war die Breite, aus der wir hätten auswählen können, zu schmal.“

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