110 Ex-Gymnasiasten haben sich schon angemeldet. Neubauprojekt startet Mitte 2017.

110 Ex-Gymnasiasten haben sich schon angemeldet. Neubauprojekt startet Mitte 2017.
Der Organisator der Party, Stefan Beckmann, im Innenhof des Gymnasiums vor dem Waggon. Der wird nach dem Abriss des Schulgebäudes übrigens nicht mehr aufgestellt, sondern entsorgt.

Der Organisator der Party, Stefan Beckmann, im Innenhof des Gymnasiums vor dem Waggon. Der wird nach dem Abriss des Schulgebäudes übrigens nicht mehr aufgestellt, sondern entsorgt.

Olaf Staschik

Der Organisator der Party, Stefan Beckmann, im Innenhof des Gymnasiums vor dem Waggon. Der wird nach dem Abriss des Schulgebäudes übrigens nicht mehr aufgestellt, sondern entsorgt.

Haan. Wenn Stefan Beckmann so nachdenkt, „dann bin ich gerne in die Schule gegangen. Eigentlich hatte man in der Schule so viel Freizeit und Freiheit – das weiß man erst hinterher zu schätzen“, sagt er. Und weil viele ehemalige Schüler des Haaner Gymnasiums an der Adlerstraße ähnlich denken, plant Stefan Beckmann jetzt eine „Abrissparty“.

Ex-Gymnasiasten organisieren sich über soziale Netzwerke

Noch bevor das alte Schulgebäude niedergelegt wird, um einem Neubau Platz zu machen, wollen sich ehemalige Gymnasiasten aller Jahrgangsstufen für eine gemeinsame Feier dort noch einmal treffen. Die Teilnehmer organisieren sich zurzeit über soziale Netzwerke im Internet. Es soll Live-Musik geben, Teddy Henschke will für Speisen und Getränke sorgen. Bislang haben sich 110 Gäste angemeldet. Doch bis zum Start der Feier am 23. September, 19.30 Uhr, werden es gewiss noch mehr. Davon ist Organisator Stefan Beckmann überzeugt.

Von dieser starken Resonanz zeigt sich Schulleiterin Friederike von Wiser angenehm überrascht. „Ich freue mich über diese starke Verbundenheit mit unserer Schule“, sagt sie und will die Feier gerne unterstützen. „Auch wenn ich die meisten Jahrgänge gar nicht selber erlebt habe.“ Seit 2007 leitet Friederike von Wiser das Gymnasium, das 1967 seinen Betrieb aufnahm. Das 1969 eingeweihte Schulgebäude ist mittlerweile stark sanierungsbedürftig und mit PCB belastet. Es soll abgerissen werden und dann einem modernen Schulneubau Platz machen.

Wie Architekt Olaf Tödte vom städtischen Gebäudemanagement berichtet, „sind wir gerade mitten im Vergabeverfahren“. Das heißt, zurzeit geben interessierte Bauunternehmer ihre Angebote für den Auftrag ab. Dann will die Stadtverwaltung die Unterlagen des Projekts so aufbereiten, dass der Rat gegen Ende des Jahres eine Entscheidung fällen kann. „Dann könnte es Mitte nächsten Jahres losgehen“, schätzt Tödte.

Der Neubau des Gymnasiums erfolgt abschnittsweise. Die Aula wird zuerst abgerissen. An ihrer Stelle entsteht das neue Schulgebäude. Ist es fertig gestellt, ziehen Schüler und Lehrer dorthin und können aus den Fenstern ihrer Klassenzimmer verfolgen, wie in direkter Nachbarschaft auch das alte Schulgebäude abgerissen wird. Rund 26 Millionen Euro soll der Neubau insgesamt kosten. Ob diese bereits vor mehreren Jahren angestellte Schätzung der Stadtverwaltung noch aktuell ist – wie von der WLH bezweifelt wird – kann Tödte nicht sagen: Das hänge auch von den Angeboten der Bauunternehmer ab. Infos zur Abrissparty:

www.beckmann.gmbh

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