Vor 13 Jahren wurde mit Hilfe aus Gruiten das Projekt „Arc of Community“ gegründet.

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Dass diese Waisenkinder in Pakele im Norden Ugandas voller Lebensfreude herumtollen können, ist auch dank der Unterstützung aus Gruiten möglich.

Dass diese Waisenkinder in Pakele im Norden Ugandas voller Lebensfreude herumtollen können, ist auch dank der Unterstützung aus Gruiten möglich.

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Dass diese Waisenkinder in Pakele im Norden Ugandas voller Lebensfreude herumtollen können, ist auch dank der Unterstützung aus Gruiten möglich.

Gruiten. Waisenkindern ein Zuhause zu geben und ihnen eine Schulbildung zu ermöglichen – dieses Ziel verfolgten der ehemalige Gruitener Pfarrer Frans Muijsers und Pfarrer Stefan Klinkenberg aus Leverkusen, als sie 1997 das Projekt „Arc of Community“ ins Leben riefen. Seitdem besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Pakele in Uganda.

In Kooperation mit dem dort ansässigen Pfarrer Akule werden etwa 50 Kinder zwischen sechs und 18 Jahren in einem Waisenheim betreut. Vorwiegend sind es Aids-Waisen oder Kinder, die auf der Straße geboren sind und vom Komitee des Waisenhauses aufgelesen wurden.

„Pakele ist genauso, wie man sich ein afrikanisches Dorf vorstellt.“

Ulrike Wetzstein aus der Leverkusener St.-Franziskus-Gemeinde

Ihre Schulausbildung und Ernährung finanziert sich hauptsächlich durch Patenschaften. „Man kann sagen, dass jedes Waisenkind einen Paten in Deutschland hat. Aber wir veranstalten auch Aktionen, um auf das Projekt aufmerksam zu machen“, sagt Ulrike Wetzstein aus der Gemeinde St. Franziskus in Leverkusen. So geht zum Beispiel der Erlös eines Kuchenbüffets in der Gemeinde direkt an das Waisenhaus. Außerdem werden immer wieder Spenden gesammelt.

Im September zeigte Pfarrer Klinkenberg in Gruiten einen Film über seine Reise nach Uganda. Jedes Jahr fährt er mit einer Reisegruppe in die Partnergemeinde, um sich zu vergewissern, dass dort alles in Ordnung ist. „Pakele ist genauso, wie man sich ein afrikanisches Dorf vorstellt“, sagt Wetzstein: „Rundhütten, Felsen, wenig Wasser, weit verstreut über das Gelände.“ Die Menschen dort leben hauptsächlich von der Landwirtschaft.

Im Rahmen des Projekts konnten allerdings viele Kinder ihre Schule abschließen und eine Ausbildung oder sogar ein Studium beginnen. Mit Pfarrer Akule und seiner Gemeinde St. Mary Assumpta bauten die deutschen Partner bereits sanitäre Anlagen und renovierten das Gemeindehaus.

Ein Junge aus dem Waisenhaus wurde von Rebellen verschleppt

Seit 2006 ist das Leben für die Kinder auch dadurch besser geworden, dass der Bürgerkrieg in Uganda endete. „Wir hatten einen Jungen im Waisenhaus, der von Rebellen verschleppt worden war. Seine Zeit als Kindersoldat hat große Wunden hinterlassen. Im Waisenhaus konnten wir ihm nicht helfen, er wurde deshalb in eine Einrichtung gebracht, die speziell für diese Kinder ausgelegt ist“, sagt Wetzstein.

Ab diesem Jahr wollen die Projektleiter das Konzept verändern: Die Kinder sollen in Großfamilien untergebracht werden. Die meisten Waisen haben noch Angehörige, die sie aufnehmen können. So werden die Kinder in ihrem Dorf bleiben, besuchen weiter die Schule, leben aber nicht mehr unter dem Dach des Waisenhauses.

Trotzdem werden immer noch Paten gesucht. 144 Euro, das sind 40 Cent am Tag, kostet eine Patenschaft im Jahr. Damit werden dem Patenkind Schulbildung, Ernährung und Kleidung garantiert. Wer helfen möchte, kann sich telefonisch unter der Rufnummer 02104/6 22 02 und im Internet informieren.

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