Der Landessportbund zeichnete 14 Trainer und Übungsleiter des TSV Gruiten für ihr Engagement aus.

ehrung
Der Älteste (Arnulf Schmitz, rechts) und die Jüngste (Isabell Mixa, links) stoßen mit den weiteren Übungsleitern des TSV Gruiten auf ihre Auszeichnung „Ehrenamtliches Engagement im Sport“ an.

Der Älteste (Arnulf Schmitz, rechts) und die Jüngste (Isabell Mixa, links) stoßen mit den weiteren Übungsleitern des TSV Gruiten auf ihre Auszeichnung „Ehrenamtliches Engagement im Sport“ an.

Stefan Fries

Der Älteste (Arnulf Schmitz, rechts) und die Jüngste (Isabell Mixa, links) stoßen mit den weiteren Übungsleitern des TSV Gruiten auf ihre Auszeichnung „Ehrenamtliches Engagement im Sport“ an.

Gruiten. Gegen Ende des vergangenen Jahres hatte Arnulf Schmitz genug. Ein Vierteljahrhundert lang war der gebürtige Düsseldorfer ehrenamtlicher Schwimmtrainer beim TSV Gruiten. Doch dann, mit 73 Jahren, entschied sich Schmitz, „nur noch für mich zu schwimmen und einmal im Jahr das Deutsche Sportabzeichen zu machen“. Für ihre Zeit als Trainer wurden er und 13 weitere Übungsleiter des TSV nun vom Landessportbund geehrt. Die Auszeichnung „Ehrenamtliches Engagement im Sport“ übergab Bürgermeister Knut vom Bovert .

„Irgendwann fühlte ich mich berufen, den Kindern das Schwimmen beizubringen.“

Arnulf Schmitz über seine Anfänge als Schwimmlehrer

„Wie sich der Kreis doch schließt“, sagte Schmitz bei der Übergabe der Urkunde mit Blick auf vom Bovert. Zum Bürgermeister hat Schmitz noch eine andere Verbindung. Denn Schwimmen und vor allem Schwimmtraining haben in der Familie Schmitz Tradition. So war es sein Vater Willi, der vom Bovert in den 1950er-Jahren das Schwimmen beibrachte.

Das tat der ehemalige Leistungsschwimmer auch bei seinem eigenen Sohn Arnulf: „Als mein Vater aus dem Zweiten Weltkrieg wiederkam und merkte, dass ich noch nicht schwimmen kann, hieß es: Jetzt wird es aber Zeit.“ Also brachte Willi Schmitz seinem Sohn das Schwimmen bei – und weckte eine große Leidenschaft bei seinem Sprößling, für den ein Leben ohne den Schwimmsport seither nicht mehr vorstellbar war.

Für eine Karriere im Leistungssport hat es trotzdem nicht gereicht. Das lag auch an seinem Job bei der Stadtsparkasse Düsseldorf, bei der er im Rechenzentrum arbeitete und die komplette elektronische Revolution erlebte: „Von der Lochkarte bis zum Hochleistungscomputer“, erinnerte sich Schmitz.

25 Jahre lang den Nachwuchs betreut

Geschwommen wurde seitdem nur noch in der Freizeit. Weil Schmitz immer erst spät aus dem Büro kam und die Düsseldorfer Bäder dann bereits geschlossen waren, fand er sein Schwimmbad in Haan – und den TSV Gruiten. „Anfangs war ich nur normales Mitglied, irgendwann fühlte ich mich dann berufen, den Kindern das Schwimmen beizubringen“, sagte Schmitz. 25 Jahre lang tat er das. Parallel sitzt er zudem im Ältestenrat des Vereins und ist zweiter Vorsitzender der Schwimmabteilung.

Neben den Schwimmtrainern Arnulf Schmitz und Isabell Mixa wurden zwölf weitere Ehrenamtler aus drei Abteilungen vom Landessportbund ausgezeichnet: Sascha Heisterkamp (Schwimmen), Diana Lühr (Turnen), Stephan Hees, Ulrich Pieper, Peter Burek, Frank Thurm, Andre Lapatke, Michael Baehr, Vanessa Packeisen, Wolfgang Hofmann, Achim Tappert und Sascha Dörrier (alle Fußball).

Der TSV Gruiten von 1884 hat derzeit etwas mehr als 1300 Mitglieder, die von rund 150 Trainern und Übungsleitern betreut werden. Angeboten werden die Sportarten Fußball, Handball, Radsport, Schwimmen, Triathlon, Tischtennis, Turnen und Volleyball.

TSV Gruiten von 1884 e.V., Am Sportplatz 6, 42781 Haan, Telefon: 02104/6 21 21

„Das Schöne an unserem Verein ist, dass die Identifikation mit dem Vereinsleben sehr groß ist. Viele meiner Ehemaligen sind mittlerweile selbst im Ehrenamt“, sagte Schmitz. Eine davon ist Isabell Mixa, die heute auch zum Trainerteam gehört und als jüngste Übungsleiterin ebenfalls für ihr Engagement ausgezeichnet wurde. Zwei Gruppen mit Kleinkindern betreut die 19-Jährige in der Woche. „Wir machen Wassergewöhnung und -bewältigung. Wenn die Kinder das Seepferdchen haben, wechseln sie die Gruppe“, sagte Mixa, die sich „ein Leben ohne Sport gar nicht vorstellen kann“.

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