Ein 21 Jahre alter Mann aus Haan hatte im vergangenen August einen Tankwart mit einer Pistole bedroht.

Haan/Velbert. Das Schöffengericht Velbert hat am Mittwoch einen 21 Jahre alten Mann aus Haan wegen schweren Raubes zu drei Jahren Haft verurteilt.

Die Beute bestand aus zehn Schachteln Zigaretten

Am 3. August des vergangenen Jahres gegen 1.45 Uhr hatte der arbeitslose junge Mann, der bereits wegen Sachbeschädigung vorbestraft ist, die Shell-Tankstelle am Ginsterweg überfallen. Seine Beute waren zehn Schachteln Zigaretten im Gesamtwert von 50 Euro.

Maskiert mit einer dunklen Sonnenbrille und einem über Kinn und Mund gezogenen Hemd und bewaffnet mit einer Pistole, bedrohte er den 58 Jahre alten Mitarbeiter der Tankstelle und forderte von ihm die Herausgabe von Geld.

Nachdem der Tankwart ihm deutlich gemacht hatte, dass kein Geld in der Kasse ist, überlegte der Täter kurz und verlangte dann Zigaretten. Als der Tankwart seiner Forderung nachkam, wählte er nur zwei Sorten aus. Als ihm auffiel, dass er keine Möglichkeit hatte, seine Beute zu transportieren, verlangte er auch noch eine Tragetasche.

Das nutzte der Tankwart, um den Kassenbereich zu verlassen und die Flucht zu ergreifen. Auch der Räuber verließ die Tankstelle und lief über den Ginsterweg in Richtung Forstweg davon. Aus der Distanz wurde er von dem Tankwart beobachtet, der dann auch noch einen lauten Knall hörte. Dem Täter war laut Polizeibericht die Pistole aus der Hand gefallen.

Junger Mann war vor dem Gericht geständig

Der Tankwart alarmierte die Polizei, die im Zuge ihrer sofort eingeleiteten Fahndung bereits erste Hinweise auf den Täter erhielt und schnell wusste, dass es sich um den 21-Jährigen handelte, der auch nicht weit entfernt von der Tankstelle wohnte.

Vor dem Gericht zeigte sich der junge Haaner am Mittwoch geständig.

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