In familiärer Atmosphäre haben die Gruitener ihr Dorf und sich selbst gefeiert. Vereine und Besucher kamen auf ihre Kosten.

Dorffest
Volles Haus in Gruiten: Das Dorffest lockte viele Besucher an.

Volles Haus in Gruiten: Das Dorffest lockte viele Besucher an.

Tim, Leon und Joschua bekamen von der Feuerwehr eine kleine Abkühlung.

Stefan Fries, Bild 1 von 2

Volles Haus in Gruiten: Das Dorffest lockte viele Besucher an.

Gruiten. „Ein Gruitener geht nicht zum Dorffest – der Gruitener hat sein Dorffest“ – unter diesem Motto wird seit über drei Jahrzehnten am Dorfanger ein ganz besonderes Fest gefeiert.

„Bei uns geht es traditionell zu. Wir präsentieren nicht in jedem Jahr neue Highlights, stattdessen bieten wir unseren Vereinen und Organisationen eine Plattform, sich in der Öffentlichkeit darzustellen. Das ist unsere Aufgabe und das ist förderungswürdig“, sagte Joachim Raitor, der Vorsitzende des Vereins „Dorffest Gruiten“. Und betont, dass es ihnen als Organisatoren immer darum geht, das „Wir-in-Gruiten-Gefühl“ zu fördern, die Gäste und Besucher, aber vor allem die Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen.

Und das mit Erfolg. Denn die familiäre Atmosphäre war deutlich spürbar und dass das Dorffest ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender ist, konnte man an der Zahl der Besucher schnell erkennen. Auch der Gottesdienst am Samstagnachmittag unter freiem Himmel, musikalisch begleitet vom Posaunenchor der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, war außergewöhnlich gut besucht.

Die Kinder erfreuen sich an den Wasserspielen der Feuerwehr

Bei herrlichem Sommerwetter konnte man erleben, wie die Kinder sich spielend ihre Erfrischung abholten. Der Gruitener Löschzug der Feuerwehr hatte zwei Strahlrohre angeschlossen und schon ging es los mit einer lustigen Wasserschlacht. „Es ist so schön, die anderen nass zu spritzen. Und dass die dann darüber lachen können“, sagte der neunjährige Ricardo, während sich Lena über den schönen Regenbogen freute, und sich ein pitschnasses Mädchen lachend aus der „Schussrichtung“ brachte.

Viele Gruppen präsentierten sich mit Ständen und Aktionen

Vor dem Zelt des Karate-Clubs bestaunten die Besucher einen Schaukampf, am Stand der „Närrischen Zelle“ warteten die Kinder geduldig, bis sie beim Entenangeln und Bällewerfen an der Reihe waren und unter dem Zelt der Waldorfschule durften Ketten und Armbänder gebastelt und Wolle gefilzt werden. Der Hegering verkaufte Gehörne, der Rassegeflügelzuchtverein hatte „Antwerpener Bartzwerge“ und „Eis-tauben“ mitgebracht und die Einrad-Kids des TSV Gruiten traten ebenso auf wie das Trommelensemble und die Tanzgruppe Patchouli.

Um den ersten Restaurierungsabschluss des historischen „Haus am Quall“ zu feiern, wurde im August 1980 zum ersten Mal ein Volksfest unter der Beteiligung von Gruitener Vereinen auf dem Dorfanger gefeiert. Mit einer so großen Resonanz, dass ab da die Dorffest-Gemeinschaft alljährlich feierte. Aus dieser Gemeinschaft hatte sich 1993 dann der gemeinnützige Verein „Dorffest Gruiten“ gegründet.

„Wir haben heute aus der Not heraus nur ein kleines Zelt als Bühne aufbauen können. Der große Wagen, der eigentlich hier stehen sollte, hatte auf dem Weg hierher einen Unfall“, sagte Joachim Raitor. Platz genug für die Band „BFamos“, die am Samstagabend auftrat, gab es aber allemal. Die Gruitener Köche luden derweil zu Currywurst oder Kräuter-Omelett ein. Gestern begann das Fest dann mit einem gemeinsamen Auftritt der Gruitener Männergesangsvereine, am Nachmittag wurden die Gewinne der Tombola ausgegeben.

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