Es hat in letzter Zeit einfach zu wenig geregnet.

Haan/Solingen. Spaziergängern ist es schon aufgefallen. Die Sengbachtalsperre ist halb leer. Sie versorgt Solingen (160 000 Einwohner) und Haan (30 000 Einwohner) mit Trinkwasser – und im Notfall auch Hilden (56 000 Einwohner). „Es hat einfach zu wenig geregnet“, erklärt Kerstin Griese, Unternehmenssprecherin der Stadtwerke Solingen, die die Talsperre unterhalten. Im Vergleich zu den sonst üblichen Niederschlagsmengen gab es im vergangenen Jahr lediglich 83,37 Prozent des sonst durchschnittlich anfallenden Regens.

Derzeit sind 1,1 Millionen Kubikmeter Wasser gespeichert

1,1 Millionen Kubikmeter Wasser sind derzeit in der Sengbachtalsperre gespeichert. Ist sie bis an den Rand gefüllt, so passen 2,76 Millionen Kubikmeter Wasser in das Reservoir. Sorgen um ihr Trinkwasser müssen die Solinger und die Haaner aber nicht haben – auch wenn der Pegel der Talsperre noch weiter sinken sollte. Kommt es zu Engpässen, werden die Haushalte nämlich mit Wasser aus der Großen Dhünntalsperre mitversorgt. Es gibt einen Zufluss zwischen der Sengbachtalsperre und der Großen Dhünntalsperre, die im Rheinisch-Bergischen Kreis zwischen Wermelskirchen, Wipperfürth, Kürten und Odenthal liegt.

Talsperren helfen sich bei Engpässen mit Wasser aus

„Wir haben einen Kooperationsvertrag, dass sich die beiden Talsperren bei Engpässen mit Trinkwasser aushelfen“, betont Griese. Verglichen mit den 2,76 Millionen Kubikmeter Speicher der Sengbachtalsperre ist die Große Dhünntalsperre um ein Vielfaches größer. Sie hat einen Gesamtspeicherraum von 81 Millionen Kubikmeter Wasser und ist damit die größte Trinkwassertalsperre im Westen Deutschlands. Die Dhüntalsperre ist aktuell zu 70,9 Prozent gefüllt. Die Sengbachtalsperre ist einer der ältesten Trinkwasserspeicher im Land. Sie wurde zwischen 1900 und 1903 erbaut. Red

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