Winterdienst, Friedhof oder die Straßenreinigung: Bei der Kalkulation wird nicht alles teurer.

Hilden. Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Hilden hat jetzt weitere Gebührenanpassungen beschlossen. Sie wurden nötig, da unter anderem Defizite des Vorjahres ausgeglichen werden müssen oder sich die Einnahmen- und Ausgabensituation jeweils verändert hat. Doch nicht alle Gebühren steigen – es gibt auch einige, die gleich bleiben oder sogar sinken.

Unverändert bleiben die städtischen Winterdienstgebühren

Die Friedhofsgebühren in Hilden sinken. So ist 2017 beispielsweise für das Nutzungsrecht eines Reihengrabes für Verstorbene älter als fünf Jahre ein Betrag von 445 Euro zu zahlen. Das sind 47 Euro weniger als noch im laufenden Jahr. Die Nutzungsrechte für ein Urnenreihengrab sinken um 46 auf 431 Euro. Und eine Bestattung in der Urnenwand (Kolumbarium) kostet künftig für die Dauer von 20 Jahren 2313 Euro, 53 Euro weniger als im Vorjahr. Eine Bestattung für 30 Jahre schlägt mit 2497 Euro zu Buche, 75 Euro weniger, als sie noch in diesem Jahr verlangt werden. Auch die Kosten für die Grabbereitung sinken um jeweils einige Euro. Die sonstigen Gebühren – beispielsweise für die Nutzung und Ausschmückung der Trauerhalle – bleiben gleich.

Weil der Gebührenbedarf für die Straßenreinigung um 2,96 Prozent steigt, will die Stadt Hilden die Straßenreinigungsgebühren teilweise erhöhen. Sie ändern sich von 2016 auf 2017 wie folgt: für Fußgängerzonen von 1,32 auf 1,36 Euro, für Anliegerstraßen von 1,76 auf 1,82 Euro, für Haupterschließungsstraßen von 1,58 auf 1,64 Euro, für Haupterschließungsstraßen innerörtlicher Verkehr von 1,40 auf 1,45 Euro und für Haupterschließungsstraßen für den überörtlichen Verkehr von 1,23 auf 1,27 Euro.

Die Winterdienstgebühren bleiben unverändert. Sie betragen für die Winterdienstklasse Prioritätenstufe null 1,90 Euro, für Priorität eins 1,42 Euro, für Priorität zwei 0,95 Euro und für Priorität drei 0,47 Euro. Priorität vier kostet nichts.

Die Schmutzwassergebühren setzen sich zusammen aus der Abwasserreinigungsgebühr – sie wird 2017 um acht Cent von 0,92 auf 0,84 Euro sinken – und der Abwasserableitungsgebühr. Sie wird 2017 von 0,78 auf 0,82 Euro um vier Cent steigen. Das heißt, die Gesamt-Schmutzwassergebühr sinkt um vier Cent von 1,70 auf 1,66 Euro. Interessant: Das in Hilden zu reinigende Abwasser ist in diesem Jahr auf fast 3,1 Millionen Kubikmeter gestiegen. Und in die Abwasserableitungsgebühr werden auch die Kosten für die Rattenbekämpfung eingerechnet. Diese steigen im nächsten Jahr auf 50 000 Euro. Beim Niederschlagswasser steigt die Entsorgungsgebühr von 0,71 Euro im laufenden Jahr auf 0,76 Euro in 2017.

Wer eine Kleinkläranlage hat, muss ihren Inhalt regelmäßig entsorgen lassen. Dazu verlangt die Stadt je angefangenen Kubikmeter 24,60 Euro. 19,29 Euro kostete dies noch im laufenden Jahr. Für die Entsorgung des Inhalts so genannter abflussloser Gruben erhöht sich der Satz pro Kubikmeter von 18,39 auf 22,77 Euro.

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