Alfons Holländer ist in der Kirchengemeinde St. Chrysanthus und Daria angekommen. Die Arbeit macht ihm viel Freude.

Kaplan Alfons Holländer freut sich auf seine neue Aufgabe in der Gemeinde.
Kaplan Alfons Holländer freut sich auf seine neue Aufgabe in der Gemeinde.

Kaplan Alfons Holländer freut sich auf seine neue Aufgabe in der Gemeinde.

Anja Tinter

Kaplan Alfons Holländer freut sich auf seine neue Aufgabe in der Gemeinde.

Haan. Sein erstes Weihnachtsfest verbrachte Alfons Holländer – der neue Kaplan der Kirchengemeinde St. Chrysanthus und Daria – in seiner neuen Gemeinde in Haan. Von Herzen gefreut hat er sich auf die Gartenstadt, denn erste Berührungspunkte mit Haan hatte er bereits, bevor er hierher bestellt wurde. Der Bruder des ehemaligen Haaner Pfarrers July lebte in Worringen, der ersten Kaplan-Stelle von Alfons Holländer. Und der war ein aktives Mitglied der dortigen Kirchengemeinde.

„Der Kaplan geht über die Wupper“

„So manche Kommunion habe ich den Kranken gemeinsam mit ihm nach Hause getragen“, sagt Kaplan Holländer über den ehemaligen Sparkassen-Direktor July. Alfons Holländer sieht diesen Umstand als gute Fügung und Wegweisung für sein Wirken in der Haaner Gemeinde. „Der Kaplan geht über die Wupper“ hatten die Gläubigen in Worringen gesagt.

Die Wupper kannte man dort, Haan weniger. 2010 war Alfons Holländer von Kardinal Meisner zum Kaplan geweiht worden. Seine erste Weihe in seiner kirchlichen Laufbahn zum Diakon erhielt er 1992, ebenfalls von Kardinal Meisner. Ein Berufsleben davor hat es für den gebürtigen Pfälzer aber schon gegeben: Er war Galvanisierungs-Ingenieur und arbeitete bei Fachfirmen für Oberflächentechnik und Werkstoffkunde.

Chemie hat ihm schon immer Spaß gemacht

In Aalen (Württemberg), Schwäbisch Gmünd und Pforzheim hat er schon gearbeitet. Gerne hat er diesen Beruf ausgeübt. Und ausgewählt hat der Schüler Alfons ihn, weil ihm die Chemie immer schon Spaß gemacht hat. Aber das Leben steckte ihm andere Ziele. Immer schon unverheiratet entschloss sich Alfons Holländer, sein Leben in den Dienst der Kirche zu stellen und Theologie zu studieren.

Diakon war er an St. Michael in Kerpen-Buir. Von 2008 bis 2010 führte er dann seine Studien am Priesterseminar in Köln fort. Nach Worringen ist Haan nun seine zweite Station als Kaplan auf dem Weg zum Priester. Hier angekommen fasst der Mittfünfziger Holländer sein Leben und seine Berufung schlicht und glaubhaft zusammen, angesprochen von den Worten des Papstes Franziskus: „Ich möchte vor der Würde des Menschen die Sandalen ausziehen und den Menschen auf Augenhöhe begegnen“.

Die Aufgaben in der Gemeinde sind vielfältig und reichen neben den Gottesdiensten von der redaktionellen Mitverantwortung für die Kirchenzeitung und dem Internet-Auftritt bis zur Begleitung von Lektoren und Kommunion-Helfern. Auch die Frauengemeinschaften begleitet Alfons Holländer. Ihm ist die Begegnung mit den Menschen das Wichtigste. Der Computer sei lediglich ein Werkzeug zum Organisieren des Alltags. Besonders beeindruckt ist Kaplan Holländer von der Hilfsbereitschaft der Haaner Gemeindemitglieder. Sofort ergreifen die Messbesucher die Initiative, wenn gerade etwas nicht „rund“ läuft. Holländer nämlich hat sich den Daumen verletzt und trug einen hinderlichen Verband.

Harmonische und einmütige Zusammenarbeit

Das registrierten die Gläubigen und waren sofort zur Stelle, um ihm bei seinen liturgischen Diensten zu assistieren. „Diese Aufmerksamkeit und Mündigkeit ist unserem Pfarrer Nieswandt zu danken“, sagt Alfons Holländer. Die Zusammenarbeit von Pfarrer und Kaplan sei schon jetzt harmonisch und einmütig. Die Frage nach dem Hobby ist schnell und präzise beantwortet: Alfons Holländer ist begeisterter Radsportler.

Seine Kondition ist so gut, dass er bei gutem Wetter trotz der Berge mit dem Fahrrad nach Gruiten zum Gottesdienst fährt. Vor seiner Kaplanweihe ist er mit dem Fahrrad nach Santiago de Compostela gefahren. 3000 km in vier Wochen – eine Lebenserfahrung. Pfarrer Reiner Nieswandt ist voll des Lobes über seinen neuen Kaplan. Konstruktiv seien seine Ideen und Vorschläge. „Nach drei Monaten kann ich schon sagen, dass mir die gemeinsame Arbeit sehr viel Freude macht“.

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