Beim Neujahrsstand der WLH unter freiem Himmel ging es auch um Leerstände und Asylsuchende.

Haan. Zum Neujahrsempfang der anderen Art hatte die Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH) am Samstagvormittag in die Passage am Neuen Markt geladen. Bei Sekt, Kaffee und belegten Brötchen waren die Haaner eingeladen, vorbeizuschauen und zu diskutieren. „Wir wollen uns nett unterhalten“, sagte Meike Lukat, die WLH-Vorsitzende.

Vier neue Mitglieder wurden gewonnen

Außerdem wolle sich die Wählergemeinschaft bei ihren Wählern für die Unterstützung bedanken und für neue Mitglieder werben. Ergebnis: vier neue Mitglieder. Auch war es den seit vorigem Jahr im Stadtrat vertretenen WLH-Mitgliedern wichtig zu zeigen, dass man ein Ohr für die Bedürfnisse der Bürger hat.

Die Idee von Lukat war, über die Geschäfts-Leerstände sowie deren Nutzung nachzudenken. Ein Vorschlag ist zum Beispiel, ein WLAN-Jugendcafé in der City einzurichten. Dort könnten sich die Jugendlichen nicht nur treffen, sondern im Idealfall auch mit Unterstützung von Schulprojekten gefördert werden. Dazu könne man ohne weiteres Fördergeldertöpfe anzapfen, sagt Meike Lukat.

Ein weiterer Vorschlag der Wählergemeinschaft ist die Gründung eines internationalen Kaufhauses, wo Asylsuchende, die nach neun Monaten erwerbstätig sein dürfen, eine Aufgabe und Verdienstmöglichkeit finden könnten. Die sachkundige Bürgerin Barbara Kamm, aktiv im städtischen Wirtschafts- und Liegenschaftsausschuss, dem inzwischen auch Stadtmarketing und Tourismus angeschlossen sind, musste an diesem Vormittag immer wieder Rede und Antwort stehen um Thema öffentliche Toilette. Vor allem für ältere Bürger ist das ein Dauerthema, war am Stand der Wählergemeinschaft zu hören. Im Stadtrat war eine WLH-Initiative von den meisten Parteien abgeschmettert worden.

Vorläufiges Ergebnis: Das bestehende „Häuschen“ am Windhövel bleibt auch in Zukunft fast unbenutzbar. An diesem kaltfeuchten Vormittag wurde gerade das „Häuschen“ immer wieder angesprochen.

Wer stellt sich zur Bürgermeisterwahl im September? „Wir warten ab, welche Kandidaten SPD und CDU präsentieren. Und dann entscheiden wir, ob wir einen Bewerber unterstützen“, so Lukat.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer