FDP diskutierte mit Anwohnern über Baumarkt-Umzug.

Haan. Der Technische Dezernent der Stadt Haan, Engin Alparslan, stellte gleich zu Beginn der Diskussionsveranstaltung klar: „Zusagen kann ich Ihnen heute Abend noch nicht machen.“ Dennoch folgten mehr als 30 Anwohner der Einladung der Haaner FDP, um über die Folgen zu sprechen, die der Umzug des Hagebaumarkts von der Böttinger an die Düsseldorfer Straße mit sich bringt.

Sie befürchten, dass aufgrund der Flächenversiegelung mehr Keller häufiger überflutet werden, als ohnehin schon, und dass auch die Verkehrsbelastung durch Liefer- und Schleichverkehr steigen wird. Das waren denn auch die Themen, die Montag in der Gaststätte „Zur Brücke“ erörtert wurden.

In einer rege und sachlich geführten Diskussion, moderiert vom FDP-Fraktionsvorsitzenden Michael Ruppert, legten die Anwohner erneut ihre Argumente dar. Neben Engin Alparslan beantwortete auch Guido Mering, Leiter des Haaner Tiefbauamtes, die Fragen der Bürger. Seine Botschaft: „Ja, es wird sich mehr Wasser im Kanalnetz befinden, und es wird häufiger Rückstauereignisse geben.“ Dagegen könnten sich die Bürger mit geeigneten Maßnahmen wie zum Beispiel funktionstüchtigen Rückstauventilen schützen.

Investor will Gelände bebauen und an Baumarkt vermieten

Zum Bau eines Regenrückhaltebeckens sei der Investor – die Projektentwicklungsgesellschaft Ten Brinke aus Bocholt – nicht verpflichtet, hieß es. Das Unternehmen wird das Gelände kaufen, sobald der Bebauungsplan rechtskräftig ist, das Gebäude bebauen und es an Hagebaumarkt vermieten.

Auch in puncto Verkehr haben die Bürger Bedenken. Ein Anwohner sagte: „Wir haben doch nichts gegen den Baumarkt, aber wir müssen was gegen den Verkehr machen.“ Laut Gutachtern ist mit täglich 800 Autos mehr auf der Erkrather Straße zu rechnen, die Verkehrsbelastung steigt also auf rund 3000 Fahrzeuge täglich.

Zurzeit wird die Fläche an der Düsseldorfer Straße vom Alt-Eigentümer geräumt. „Wir kaufen das Grundstück, wenn der Satzungsbeschluss da ist“, erläuterte Projektentwickler Bruno Wojatschek von Ten Brinke. Ist der Bebauungsplan rechtsgültig und die Fläche geräumt und entsprechend vorbereitet, könne mit dem Bau im Frühjahr kommenden Jahres begonnen werden. Mit der Eröffnung des neuen Hagebaumarktes sei dann im Jahr 2016 zu rechnen.

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