Anwohner wollen eine eigene Parkzone. Die Verwaltung ist dagegen. Der Stadtentwicklungsausschusses berät heute Abend darüber.

Hilden. Die Stadt soll im Bahnhofsviertel (Poststraße, Bahnhofsallee, Schillerstraße, Feldstraße, Fabriciusstraße, Körnerstraße) eine Bewohnerparkzone einrichten, hat Marcus Matzner beantragt – „stellvertretend für viele Anwohner“. Gleiches begehrt ein Anwohner der Feldstraße. Sein Antrag wird von 19 Anwohnern unterstützt.

Mit beiden Anträgen befasst sich heute Abend der Stadtentwicklungsausschuss. Die Mitglieder hatten ohnehin einen Ortstermin auf der Poststraße vereinbart. Das trifft sich gut. So können sie sich einen Eindruck von der Parksituation dort verschaffen. Die Verwaltung rät in beiden Fällen von einer Bewohnerparkzone ab. Weil die das Problem nicht lösen könne.

Besucher blockieren Parkplätze manchmal den ganzen Tag

„Aktuell habe ich Glück und einen Parkplatz direkt vor meiner Tür gefunden“, erzählt Marcus Matzner: „Ich verstehe, dass niemand darauf einen Anspruch hat. Aber 30 Minuten hier durchs Viertel kurven, das ist nicht mehr akzeptabel.“ Berufspendler nutzten nicht nur den Park-and-Ride-Platz an der Otto-Hahn-Straße, sondern blockierten auch Parkplätze in der nördlichen Unterstadt – den ganzen Tag.

Das berichtet auch der Antragsteller aus der Feldstraße. Innenstadt-Besucher stellten ihre Fahrzeuge gratis auf der Feldstraße ab. Geparkt werde auch in Halteverbotszonen. Dadurch ergäben sich gefährliche Verkehrssituationen bei einer ohnehin schmalen Fahrbahn.

Viele Häuser im Bahnhofsviertel haben eigene Garagenhöfe, erläutert Lutz Groll vom Planungsamt. Auf den Straßen im Quartier gebe es etwa 272 öffentliche Parkplätze. „Diese sind im Tagesverlauf praktisch nie vollständig belegt“, hat Groll beobachtet: „Defizite ergeben sich in den Abend- und Nachtstunden.“ Daran würde eine Anwohnerparkzone nichts ändern. Die „Fremdnutzer“ seien dann wieder weg: „Es sind die Anwohner selbst, die – aus welchen Gründen auch immer – vorhandene Angebote nicht nutzen und eher wohnungsnahe Parkplätze im öffentlichen Straßenraum suchen.“ Er versuche schon seit längerem, einen Stellplatz anzumieten, sagt Matzner dazu: „Da war nie einer frei.“

Groll schlägt vor, im Bahnhofsviertel einen Parkautomaten aufzustellen oder eine Parkscheibenregelung einzuführen. Damit könnte man das Problem „Dauerparker“ angehen und dafür sorgen, dass die vorhandenen Parkplätze von mehr Autofahrern genutzt werden könnten. „Die Parkplätze sind dann trotzdem belegt“, meint Matzner. Einige Anwohner parkten in der zweiten Reihe außerhalb der markierten Stellplätze – „ohne jemanden zu behindern“.

Die Politessen des Ordnungsamtes schauten aber regelmäßig vorbei und verteilten Knöllchen. „Das müsste nicht sein“ – meint der 31-Jährige. Das Hildener Ordnungsamt sieht das anders.

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