Die Bürgeraktion drängt auf eine Gleis-Sicherung.

Markus Hanten (l.) und Ludger Reffgen ist es zu laut.
Markus Hanten (l.) und Ludger Reffgen ist es zu laut.

Markus Hanten (l.) und Ludger Reffgen ist es zu laut.

Matzerath

Markus Hanten (l.) und Ludger Reffgen ist es zu laut.

Hilden. Ludger Reffgen und Markus Hanten müssen eine kurze Redepause machen. Denn während die S 1 mit geschätztem Tempo 100 vorbeibraust, ist das eigene Wort nicht mehr zu verstehen. An der Straße Beckersheide haben die Mitglieder der Bürgeraktion Handlungsbedarf ausgemacht. Die Stadt hat im Jahr 2014 dort verrostete Leitplanken entfernt und nicht mehr ersetzt. Sie bildeten bis dahin ein Hindernis zwischen der Fahrbahn und den Eisenbahnschienen.

Unterstützt von der Allianz drängt die Bürgeraktion seit März 2015 darauf, die Leitplanken zu erneuern. Sie will damit Passanten, Radfahrer und auch die künftigen Bewohner des Flüchtlingsheims geschützt wissen. Auf der hauptsächlich von Landmaschinen-Händlern genutzten Strecke gebe es viel Ausflugsverkehr, „denn das ist der einzige Weg zur Ohligser Heide“, erläutert Landwirt Markus Hanten, der unweit der Gleise seinen Hof hat. Befährt ein Auto oder gar ein größeres Fahrzeug die Straße, müssen Radfahrer und Fußgänger ausweichen – und kommen dann den Bahngleisen gefährlich nahe, so seine Beobachtung.

Weil eine Abgrenzung auf dem Gelände der Bahn errichtet werden müsste, hat die Stadt Verhandlungen aufgenommen – mit wenig zufriedenstellendem Ergebnis: Die Kosten einer Zaunanlage beziffert sie auf bis zu 23 000 Euro. Zu teuer auch aus Sicht der Bürgeraktion, die sich dort keinen aufwendigen Zaun wünscht, sondern Büsche, eine Kette oder eben die Installation neuer Leitplanken. Die Kosten für neue Leitplanken auf dem 200 Meter langen Stück schätzt Ludger Reffgen, Fraktionschef der Bürgeraktion, auf rund 10.000 Euro – ein aus seiner Sicht vertretbarer Betrag.

Nach einem erneuten Antrag der Bürgeraktion zum Thema hat sich die Stadtverwaltung nun wiederum mit Lösungsvorschlägen befasst und will sie dem Stadtentwicklungsausschuss am 31. August vorlegen.

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