Die Stadt hatte das Baudenkmal einst für 3,5 Millionen Euro renoviert.

Die Wände im Bahnhof sind teilweise beschmiert.
Die Wände im Bahnhof sind teilweise beschmiert.

Die Wände im Bahnhof sind teilweise beschmiert.

Die Hinweise sind nicht mehr leserlich genug.

Der Hildener Bahnhof ist in einem schlechten Zustand. Fotos (3): Gerd Klein

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Die Wände im Bahnhof sind teilweise beschmiert.

Hilden. Gerd Klein ist sauer: Der Bahnhof, so seine Beobachtung, „verkommt immer mehr“: „Die Tür zu den Bahnsteigen ist wieder einmal kaputt und wird seit Wochen nicht repariert. Der Durchgang zu den Gleisen war immer gut beleuchtet. Nun ist auch das nur noch mangelhaft. Und bisher war auch nichts besprüht, doch auch das hat sich nun verändert.“ Beschriftungen am Gebäude würden abgekratzt: „Heute sind es nur noch Hieroglyphen.“ Den Hildener macht es „traurig und wütend, wie mit Geldern umgegangen wird“.

Wer ist für den Bahnhof zuständig und verantwortlich?

Er wüsste gerne, wer dafür zuständig ist und die Verantwortung trägt: „Ist es die Stadt, die Deutsche Bahn, eine Interessengemeinschaft?“ Die Frage ist nicht leicht zu beantworten: Das Bahnhofsgebäude gehört der Grundstückgesellschaft der Stadtwerke GmbH. Sie ist für die gesplitterte Glastür zuständig. Geschäftsführer Andre von Kielpinksi-Manteuffel hat den Auftrag bereits vergeben, den Vandalismusschaden reparieren zu lassen. „Die Eingangstüren werden komplett erneuert. Jetzt das eine Glas austauschen zu lassen, macht keinen Sinn. Die Arbeiten werden innerhalb der nächsten Wochen erledigt,“ verspricht er.

Das Gleiche gilt für die fehlenden Buchstaben. „Die werden wir sofort ersetzen lassen. Auf längere Sicht suchen wir aber ein anderes Beschriftungssystem.“ Der Bahnhof werde mindestens an fünf Tagen in der Woche von einem Dienstleistungsservice kontrolliert. Manteuffel hält das für ausreichend. Es gebe selten Beschädigungen durch Vandalen. Komplizierter ist es, die Zuständigkeit für den Fußgängertunnel vom Bahnhofsgebäude zu den Gleisen zu ermitteln. Der Geschäftsführer weiß nur eins: „Mit dem haben wir nichts zu tun.“ Also kann er auch keine Reparatur- oder Reinigungsaufträge vergeben. Klar.

Vielleicht ist ja die Bahn zuständig? Irrtum. Ein Bahnsprecher teilt mit: „Unsere Kollegen aus der zuständigen Fachabteilung weisen uns darauf hin, dass es sich bei der Personenunterführung gemäß Eisenbahn-Kreuzungsgesetz (EKrG) um eine sogenannte Stadtteil-Verbindung handelt, die im Verantwortungsbereich der Stadt liegt. Wir bitten Sie, sich an die zuständigen Stellen der Stadt zu wenden.“ Machen wir: Harald Mittmann ist Leiter des Tiefbauamtes. Seine Mitarbeiter reinigen den Tunnel regelmäßig.

„Es geht um die Böden“, präzisiert er. Dass die Beleuchtung defekt ist, weiß Mittmann seit etwa einer Woche: „Darum kümmern wir uns gerade. Das lässt die Stadt reparieren.“ Vom „Eisenbahn-Kreuzungsgesetz“ hört er zum ersten Mal. Er will sich aber kundig machen.

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