Die 53-jährige Karin Bella leitet seit Jahresbeginn die Einrichtung.

Die 53-jährige Karin Bella leitet seit Jahresbeginn die Einrichtung.
Schuldezernent Reinhard Gatzke begrüßte Karin Bella.

Schuldezernent Reinhard Gatzke begrüßte Karin Bella.

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Schuldezernent Reinhard Gatzke begrüßte Karin Bella.

Hilden. Die Grundschulen in Hilden sind fest in weiblicher Hand. Alle haben eine Frau an der Spitze, und im Kollegium sind Männer ebenfalls Mangelware. Das gilt auch für die katholische städtische Astrid-Lindgren-Schule im Stadtsüden. Karin Bella (53) leitet die Schule seit Jahresbeginn, und von den 14 Lehrkräften dort ist eine männlich. „Wir sind zwar Schulträger“, sagt Dezernent Reinhard Gatzke dazu, „haben aber gleichwohl keine Möglichkeit, hier auf eine Quote hinzuwirken – Lehrer sind Landesbeamte.“

Gatzke ist außerordentlich froh, dass alle Grundschulleitungen nun besetzt sind (bis auf eine kommissarisch besetzte), und lediglich die Leitung des Helmholtz-Gymnasiums noch offen ist. Karin Bella, die in Langenfeld lebt und täglich mit dem Bus oder dem Fahrrad in die Schule kommt, ist noch dabei, sich einzugewöhnen. „Ich war in allen Klassen und bin gerade dabei, mir alle Kindernamen zu merken“, erzählt die gebürtige Düsseldorferin. „Es ist für jeden und eben auch für Kinder netter, mit Namen angesprochen zu werden.“ Bella, die die Nachfolge von Rektorin Karin vom Steeg angetreten hat, sieht ihre Aufgabe in der Gestaltung von Schule.

Vorher war sie an einer Grundschule in Leverkusen

Zuvor hat sie bereits eine etwas kleinere Grundschule in Leverkusen geleitet, wo sie von 2003 bis jetzt gewirkt hat. Ihre Unterrichtsfächer sind Deutsch, Mathematik und Künstlerisches Gestalten. Was sich seit ihrer eigenen Schulzeit verändert hat? „Das Kollegium ist jünger, altersmäßig gemischter als früher.“

Fünf Flüchtlingskinder hat die Astrid-Lindgren-Schule, insgesamt haben die Hildener Grundschulen 40 aufgenommen. „Die Konfessionsschulen haben eine besondere Aufgabe in diesem Bereich“, erläutert Hildens Pfarrverwalter Reiner Nieswandt. Konfessionell gebundene Schulen, die öffentlich finanziert werden, gibt es nach dem Schulgesetz der Länder nur in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen; sie sind historisch gewachsen und geraten als Konstruktion auch immer wieder einmal in die Kritik. Zurück zu Karin Bella. Was macht sie am liebsten, wenn sie schulfrei hat? „Spazierengehen im Wald“, sagt sie, „allein mit einer Kamera.“

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