Verkaufsoffener Sonntag und Fabry-Markt lockten gestern zum Shoppen.

Autor Alexander Riedel stürzte sich am gestrigen Sonntag ins Gedränge – und hat noch zwei Weihnachtsgeschenke gefunden.
Autor Alexander Riedel stürzte sich am gestrigen Sonntag ins Gedränge – und hat noch zwei Weihnachtsgeschenke gefunden.

Autor Alexander Riedel stürzte sich am gestrigen Sonntag ins Gedränge – und hat noch zwei Weihnachtsgeschenke gefunden.

Olaf Staschik

Autor Alexander Riedel stürzte sich am gestrigen Sonntag ins Gedränge – und hat noch zwei Weihnachtsgeschenke gefunden.

Hilden. Einen guten Vorsatz kann ich in diesem Jahr einlösen: Beim Kauf der Geschenke für meine Lieben bin ich deutlich früher dran als sonst: Für Ehefrau, Tochter und Mutter hatte ich das Passende schon vor Wochen gefunden – und nicht, wie oftmals in der Vergangenheit, auf den allerletzten Drücker.

Weil aber noch die Gaben für meinen Vater und meine Nichte fehlten, stürzte ich mich gestern ins Getümmel des verkaufsoffenen Sonntages in der Hildener Innenstadt – und war damit in wahrlich guter Gesellschaft. Denn schon die Suche nach einem Parkplatz erwies sich als erste Geduldsprobe: Vor dem Parkhaus Am Kronengarten hatte sich um die Mittagszeit eine Autoschlange gebildet. Nicht viel anders sah es am Warrington-Platz und vor der Tiefgarage der Sparkasse aus. Kein Wunder: Nachdem der Morgen eher einen tristen, nasskalten Tag versprochen hatte, bahnten sich pünktlich zum Verkaufsstart die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg durch die Wolkendecke.

Für Mama gibt’s Kosmetik, für Papa Elektronik

Auch in der City bin ich nicht alleine. Tausende Menschen schlendern durch die Mittelstraße, viele davon wie ich auf der Suche nach Geschenken – wie zum Beispiel Lena Klingel, die bepackt mit Taschen das Kosmetikgeschäft „Rituals“ verlässt: „Für Mama gibt es Kosmetik, für Papa vielleicht Klamotten oder Elektronik“, verrät die junge Frau, die zum Weihnachtseinkauf aus Solingen gekommen ist. Warum? „Hier findet man eigentlich alles, was man sucht“, sagt Klingels Bekannte Ronja Böhm. Doch außer vor Weihnachten nutzen beide verkaufsoffene Sonntage eher selten, sagen sie. War da noch was? Ach ja, die Geschenke. Mein Weg führt mich auf der Suche nach einem Herrenpullover zunächst in die Peek & Cloppenburg-Filiale, durch deren Türen unmittelbar nach der Öffnung große Scharen von Kunden strömen. Später geht es in die ebenfalls aus allen Nähten platzende Buchhandlung Thalia, wo ich ein Kinderhörspiel ergattere.

Aber wer hat denn da die Ruhe weg? „Heute Weihnachtsgeschenke kaufen? Nein, das wäre mir zu kürmelig“, gesteht in der Fußgängerzone Passantin Angela Rojko-Schneeweiß. Sie zieht mit Ehemann Hubertus und Freundin Vera Klimt an den Ständen des Fabry Antik- und Trödelmarktes vorbei, die gestern die Mittelstraße säumten. „Da finde ich immer wieder was Schönes, wie zum Beispiel altes Geschirr oder Bilder“, erzählt Rojko-Schneeweiß. Zufrieden mache ich mich auf den Heimweg: Um Geschenke brauche ich mich jetzt nicht mehr zu kümmern. Wenn aber das Hörspiel und der Pullover den Geschmack der Beschenkten doch nicht treffen, geht es für mich wieder hinein ins Gedränge zum beim Umtauschen.

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