Bei ihrem Neujahrsempfang gab die Feuerwehr einen Rückblick aufs vergangene Jahr und schaute zugleich nach vorn. Rätsel bereitet das erst im August in den Dienst gestellte Fahrzeug.

Bei ihrem Neujahrsempfang gab die Feuerwehr einen Rückblick aufs vergangene Jahr und schaute zugleich nach vorn. Rätsel bereitet das erst im August in den Dienst gestellte Fahrzeug.
In der Fahrzeughalle der Haaner Feuerwehr gab Mirko Braunheim (am Rednerpult), stellvertretender Leiter der Feuerwehr Haan, einen Rückblick aufs vergangene Jahr.

In der Fahrzeughalle der Haaner Feuerwehr gab Mirko Braunheim (am Rednerpult), stellvertretender Leiter der Feuerwehr Haan, einen Rückblick aufs vergangene Jahr.

Olaf Staschik

In der Fahrzeughalle der Haaner Feuerwehr gab Mirko Braunheim (am Rednerpult), stellvertretender Leiter der Feuerwehr Haan, einen Rückblick aufs vergangene Jahr.

Haan. Um Sprengstoffgranulat von der A 46 zu fegen, braucht man anti-statische Besen, die sich nicht elektrisch aufladen. Sonst könnten schlimmstenfalls Zündfunken entstehen, falls die Besen nicht anti-statisch sind. Ein 26 Jahre alter Hengst hingegen, vom Tierarzt längst aufgegeben, kommt wieder auf die Beine, wenn ihm Feuerwehrleute nur lange genug zureden. Diese und weitere Erkenntnisse vermittelte die Feuerwehr Haan bei ihrem Neujahrsempfang.

„Das Fahrzeug ist wieder einsatzbereit in Haan. Aber wenn wir ehrlich sind, sind wir uns über die Ursache des Fehlers nicht wirklich im Klaren.“

Carsten Schlipköter, Leiter der Feuerwehr, über das schon mehrfach ausgefallene neue Fahrzeug

Das Wichtigste: Mehrere Menschenleben haben die 104 aktiven Angehörigen der Haaner Feuerwehr im vergangenen Jahr gerettet. 8457 Einsätze stehen zu Buche, 608 mehr als im Jahr zuvor. Die Rettungskräfte rückten 116 Mal zu Brandeinsätzen aus. 7953 Einsätze waren medizinische Notfälle und Krankentransporte. Hinzu kamen 341 Technische Hilfeleistungen und 47 Erstversorgungen bei Notfällen.

300 Gäste kamen am Freitagabend in die Fahrzeughalle. Der Leiter der Feuerwehr, Carsten Schlipköter, schaute in seiner Neujahrsrede nicht allzu weit in die Zukunft: Es gebe in Haan bereits Unternehmen, deren Produktionsprozesse in menschenleeren Hallen voll automatisiert ablaufen. Zudem würden immer mehr Gebäude durch Computer gesteuert: Licht, Zugangskontrolle, Einbruchschutz und Brandmeldeanlage seien miteinander verwoben. Im Notfall bräuchte es dort den Feuerwehrmann mit Tablet-PC im Einsatz. An einem solchen Projekt zur Datenübertragung arbeitet die Feuerwehr Haan derzeit.

In diesem Jahr soll Digitalfunk eingeführt werden

Allerdings werde die Schadenabwehr in solch komplex vernetzten Gebäuden immer schwieriger. „Maßnahmen der Feuerwehr zur Gefahrenabwehr können neue Risiken auf die gesamt vernetzte Anlage erzeugen“, sagte Schlipköter. Zudem müssten sich die Retter bereits vorher intensiv mit den Systemen auseinandersetzen.

Dass trotz alledem moderne Technik manchmal zum Hemmschuh wird, sieht Schlipköter in der eigenen Fahrzeughalle. Das im August in Dienst gestellte neue Feuerwehr-Fahrzeug musste bereits zwei Mal wegen Problemen der Elektrik zurück zum Hersteller in Giengen. Blaulicht, Martinshorn und Wasserpumpe versagten ihren Dienst. „Das Fahrzeug ist mittlerweile wieder einsatzbereit hier in Haan. Aber wenn wir ehrlich sind, sind wir uns über die Ursache des Fehlers nicht wirklich im Klaren“, gab Schlipköter zu.

Im laufenden Jahr soll Digitalfunk eingeführt werden. Das vom Bund initiierte Projekt sollte eigentlich zur Fußballweltmeisterschaft 2006 abgeschlossen sein.

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