Im Zuge der Ermittlungen im Mordfall Claudia Knapp wurde nun der getrennt lebende Ehemann der getöteten Velberterin gedunden. Er hat sich in seiner Wohnung in Bensheim erschossen.

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Claudia Knapp aus Velbert wurde am 1. Februar ermordet.

Claudia Knapp aus Velbert wurde am 1. Februar ermordet.

privat

Claudia Knapp aus Velbert wurde am 1. Februar ermordet.

Kreis Mettmann/Velbert. Im Zuge der Ermittlungen im Mordfall Claudia Knapp gibt es einen zweiten Toten - den getrennt lebenden Ehemann der 47-Jährigen, die vor einer Woche tot in ihrer Velberter Wohnung aufgefunden wurde.

Der Ehemann lebte im südhessischen Bensheim im Kreis Bergstraße. Als er am Montag für eine Befragung der Polizei nicht zu erreichen war, obwohl sein Fahrzeug vor dem Haus geparkt war, wurde die Wohnung des 53-Jährigen am Abend aufgebrochen. Die Rettungskräfte fanden den Mann tot vor. Erste Untersuchungen ergaben, dass sich der 53-Jährige mit einer Schusswaffe selbst das Leben genommen hat.
 
Auch die Ermittlungen der Sonderkommission "Friedrichstraße" am Wohnort und an der Arbeitsstelle des Ehemannes haben keine Hinweise ergeben, dass der 53-Jährige die Tat an seiner Frau begangen hat. In einem vorgefundenen Abschiedsbrief hatte er keine Gründe für den Selbstmord angegeben.

Claudia Knapp war Stewardess und lebte mit ihrem Sohn und ihrer Mutter in der Friedrichstraße 142 in Velbert. Am Donnerstag des 1. Februar hatte der 14-jährige Junge wie gewohnt das Haus verlassen und war zur Schule gegangen. Claudia Knapp’s Mutter war über die Tage verreist. Als der 14-Jährige gegen 13.30 Uhr die Wohnung wieder betritt, findet er seine Mutter tot vor.

Aus ermittlungstaktischen Gründen macht die 16-köpfige Sonderkommission keine Angaben zur Todesursache und zum möglichen Tathergang. Die einzigen Angaben sind, dass die 47-Jährige bekleidet und nicht im Schlafzimmer aufgefunden wurde.

 
Unbekannter Mann

Eine Zeugin hat sich bei der Polizei gemeldet und eine Person beschrieben, die sich am 1. Februar morgens auf der Friedrichstraße in Velbert aufhielt und gegen 7.40 Uhr ein Gespräch über die Gegensprechanlage des Hauses Nr. 142 führte. Der Mann wird wie folgt beschrieben: etwa 35 Jahre alt, 1,75 Meter, schlank, blonde, nach hinten gekämmte und zu einem Zopf gebundene Haare. Er trug eine rote Mütze.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung von 1500 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 02051/94 61 610 entgegen.

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