Der Heiligenhauser (30) schweigt zum Motiv. Das getrennt lebende Paar stritt ums Sorgerecht.

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Symbolfoto: Friso Gentsch

Heiligenhaus. Ein Trennungsstreit um zwei gemeinsame Kinder soll Auslöser für tödliche Messerstiche gegen eine 27-jährige Heiligenhauserin gewesen sein. Davon gehen die Ermittler aus. Der Ehemann (30) selbst schweigt zum Motiv, teilt die Staatsanwaltschaft Wuppertal mit.

Mann hatte sich gestellt und die Tat sofort gestanden

Der 30-Jährige hatte sich am Freitag auf der Wache in Heiligenhaus gestellt und die Tötung seiner getrennt lebenden Ehefrau in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Oberilp gestanden. „Seither macht er keine weiteren Angaben“, sagt der ermittelnde Staatsanwalt Torsten Meyer.

Die Frau sei „an einer Vielzahl von Messerstichen“ gestorben, fügt Meyer hinzu. Der mögliche Todeszeitpunkt sei noch nicht eingegrenzt. Damit ist nicht ausgeschlossen, dass sie die tödlichen Stiche womöglich mehrere Stunden vor dem Zeitpunkt erlitten hat, als ihr Mann sich bei der Polizei meldete. Die Kinder des Paares waren am Tattag bei Verwandten.

Hinweise auf den möglichen Hintergrund gibt laut Staatsanwaltschaft ein laufendes Sorgerechtsverfahren. Der Beschuldigte sei zuvor nie strafrechtlich in Erscheinung getreten, er sei auch nicht sonst polizeibekannt. Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl wegen Totschlags erwirkt. Die Ermittlungen dauern an.

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