Grünen-Bürgermeisterkandidatin Andrea Stamm hält eine verlässliche Mehrheit im neuen Stadtrat für machbar. Sie glaubt durchaus daran, dass bei der Wahl einer der Kleinen die Nase vorn hat.

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Andrea Stamm sieht eine klare Ratsmehrheit.

Andrea Stamm sieht eine klare Ratsmehrheit.

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Andrea Stamm sieht eine klare Ratsmehrheit.

Monheim. Noch viereinhalb Wochen bis zur Kommunalwahl. Nicht weniger als sieben Kandidaten greifen nach der Spitzenposition im Monheimer Rathaus. Die WZ fühlt jedem von ihnen im Interview auf den Zahn. Heute steht Andrea Stamm von den Grünen Rede und Antwort.

Sie sind beliebt in der Stadt. Aber glauben Sie wirklich an Ihren Erfolg?

Andrea Stamm: Die Situation in Monheim ist, vorsichtig formuliert, etwas unübersichtlich. Die beiden großen Parteien haben ein Problem, ihre Kandidaten durchzukriegen. Das kann dazu führen, dass sich die Lager aufsplitten und ein kleiner eine Chance hat.

Wären Sie auch angetreten, wenn es nicht die Kandidatenflut geben würde?

Stamm: Ich hätte es mir zumindest reichlich überlegt. Aber da hat natürlich auch die Partei mitzureden. Ein Bürgermeisterkandidat ist auch eine Plattform für Partei-Inhalte.

Werden Sie bei einer Niederlage trotzdem wieder als Fraktionschefin in den Rat einziehen?

Stamm: In den Rat einziehen auf jeden Fall. Ob als Fraktionsvorsitzende, dass kann ich nicht allein entscheiden. Aber ich hätte schon Lust dazu.

Kommunalwahl: die Kandidaten

Der nächste Rat wird garantiert bunter. Sehen Sie da überhaupt noch eine Handlungsfähigkeit?

Stamm: Ich denke schon. Das ist natürlich nicht einfach. Aber ich habe ein Konzept.

Und das wäre?

Alter: 48 Jahre

Familienstand: verheiratet, vier Söhne

Beruf: Dip. Ing. Landschaftsplanung

Schönster Platz in Monheim: Lindenallee am Werth

Lieblingsmusik: breit gestreut, von Haydn über Pink Floyd, Moby und Linkin Park bis Peter Fox

Hobbies: Wandern, Reisen, Lesen,

Sympathischster Mitkandidat: Ursula Schlößer (SPD)

Stamm: Meine Vision ist eine verlässliche Zusammenarbeit oder sogar Koalition mit SPD und Peto. Das ist machbar. Wir sind bei vielen Themen ganz nah beieinander.

Egal, wer Bürgermeister wird?

Stamm: Einer aus dem Lager unserer drei Parteien wäre natürlich sehr gut. Denn Personen verknüpfe ich mit Inhalten. Wird jemand anderes Bürgermeister, muss er ganz schön flexibel sein. Denn ich bin mir schon sicher, dass Grüne, SPD und Peto gemeinsam eine Ratsmehrheit hinbekommen.

Sagen Sie in zwei Sätzen, was Ihre wichtigsten politischen Ziele sind.

Stamm: Wenn ich gewählt werde, bin ich in erster Linie einmal Chefin der Stadtverwaltung und würde einen neuen Führungsstil mit mehr Transparenz und Bürgerorientierung durchsetzen. Außerdem muss trotz aller Schulden die Identität Monheims gewahrt bleiben, also nicht alles mit Blick auf Verkaufserlöse zugebaut werden.

Was machen Sie am Wahlabend?

Stamm: Ich werde ins Rathaus tigern und mir die ganz sicher spannende Stimmenauszählung anschauen.

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