Hildens neuer Wirtschaftsförderer Peter Heinze spricht in der WZ über seine Eindrücke und die Ziele seiner Arbeit.

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Peter Heinze ist seit drei Monaten Hildens neuer Wirtschaftsförderer.

Peter Heinze ist seit drei Monaten Hildens neuer Wirtschaftsförderer.

Dirk Thomé

Peter Heinze ist seit drei Monaten Hildens neuer Wirtschaftsförderer.

Hilden. Die ersten drei Monate als Wirtschaftsförderer in Hilden hat Peter Heinze hinter sich. Die WZ sprach mit dem 40-Jährigen über seine ersten Eindrücke und Pläne für die Zukunft.

Herr Heinze, Sie hatten jetzt drei Monate Zeit, sich in Hilden umzuschauen. Welchen Eindruck haben Sie?

Peter Heinze: Hilden ist ein sehr starker Standort mit einem großen Branchen-Mix. Das ist ein wichtiger Indikator für einen starken Wirtschaftsstandort.

"Wirtschaftsförderung ist ein Teil der Stadtentwicklung."

Peter Heinze zur Bedeutung seiner Tätigkeit

Können Sie das genauer erläutern?

Heinze: Wenn es in einer Branche kriselt, kann eine andere dies auffangen. Eine Stadt ist dann nicht so anfällig.

Sehen Sie auch Schwächen?

Heinze: Die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing. Da werden wir in Sachen Vermarktung viel machen. Das ist unser Ziel für die Zukunft. Alles in allem ist Hilden zwar ein guter Standort, aber man muss das auch entsprechend nach außen verkaufen.  

Das versuchen andere Städte aber auch. Wie kann sich Hilden da hervorheben?

Heinze: Durch Fleiß und Arbeit. Wir sehen uns da als Dienstleister für die Unternehmen. Wichtig ist dabei vor allem der Mittelstand. Wir müssen uns in die Rolle der Unternehmer hinein versetzen können und ihre Sprache sprechen.

Wo sehen Sie denn die größten Herausforderungen?

Heinze: Da kann man sich nicht auf etwas Bestimmtes fixieren. Jeden Tag passiert doch etwas Neues. Wichtig ist aber die richtige Vermarktung des Standorts. Schließlich braucht Hilden sich nicht zu verstecken. Und die Stadt hat eine sehr starke Magnetwirkung.

Was ist mit den offenen Baustellen wie das Gewerbegebiet Giesenheide, der Warrington-Platz und die leer stehende Hertie-Filiale?

Heinze: Beim Warrington-Platz und bei Hertie sind wir nicht in der Entscheider-Position. Da können wir nur vermitteln. Für die Giesenheide strebe ich eine offensive Vermarktung an. Es wird dazu auch bald einen Vermarktungsflyer geben. Außerdem bieten wir interessierten Unternehmern eine Rundum-Betreuung im Genehmigungsverfahren an. Das ist unsere Stärke in Hilden.

Wie sieht denn Ihre Strategie für die Giesenheide aus?

Heinze: Wir müssen dort Grundstücke für kleinere Unternehmen zur Verfügung halten und nicht auf den einen Großen warten. Wenn dann doch einer kommt, der große Büroflächen sucht, arbeiten wir eng mit Goodman zusammen (das australische Unternehmen plant den Businesspark in der Giesenheide, Anm. d. Red.). Eines ist allerdings auch klar: Der reine Bürostandort Giesenheide ist zurzeit tot.

Und wann passiert etwas in der Giesenheide?  

Heinze: Zurzeit ist Wirtschaftskrise. Da passiert nichts. Jetzt fallen in den Unternehmen keine Entscheidungen.

Wie wollen Sie denn Unternehmen überzeugen, nach Hilden zu kommen?

Heinze: Da gibt es viele gute Argumente: die Lage, die Infrastruktur. Außerdem hat Hilden einen guten Ruf als Einkaufsstadt. Das ist Hildens Identifikationsmerkmal und ein wichtiger Vorteil. Denn Unternehmer können diese Qualität für ihre Mitarbeiter kostenlos mitbenutzen.

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